Dienstag, 18. September 2012

Noch einmal Umzug

Dieses Mal ist der Umzug virtuell, nämlich auf meinen neuen Blog.
Hier hatte ich leider keinen Speicherplatz mehr für Bilder, deshalb lautet die neue Adresse jetzt:

www.isu-decat.blogspot.com

Dort gibt es auch schon den aktuellsten Beitrag vom vergangenen Wochenende!

Danke für's folgen! :)

Mittwoch, 12. September 2012

Umzug

Endlich durfte ich letzten Donnerstag Abend meine neue WG beziehen, die nicht nur wesentlich größer ist, sondern auch deutlich sauberer.

Nach ein paar Tagen wohnen haben nun auch fast alle Sachen aus den Koffern und meinem Stauraum bei Logan's Haus ihren Platz im Zimmer gefunden und es sieht ganz wohnlich aus.

Samstag ist dann auch schon mein Mitbewohner hier angelandet, zumindest die ersten beiden seiner Taschen. Ihn selbst zu Gesicht bekommen habe ich erst Montag. Aus den Taschen konnte ich aber schon allerhand entnehmen. Der Flug-Gepäckschein am Seesack gab mir Auskunft über Name und Abflugort und Google fand dazu auch eine passende High School in der Nähe von Pittsburgh, sowie die Mitgliedschaft in einem Mountaineering Club. Outdoor Liebhaber. Erster Pluspunkt für ihn. Also ich hab ein bisschen rumspioniert, aber was macht man nicht alles, wenn sich der Mitbewohner drei Tage Zeit lässt um wirklich einzuziehen...!

Gestern hab ich ihn dann auch kennengelernt und wir haben uns auch prima verstanden. Er ist nach Idaho gekommen um Outdoor Education zu studieren, was aus meiner Sicht der genialste Studiengang überhaupt ist. Nur leider in Deutschland ziemlich nutzlos. Die WG wird auf jeden Fall gut funktionieren, da bin ich mir ziemlich sicher.

Gestern hab ich dann auch den ersten wirklich Kocheinsatz abgeliefert und mit Hayli (aus dem Track Team) Leber mit Zwiebeln und Kartoffelbrei gemacht, unser beider Lieblingsgericht. Die Küche funktioniert, nur der Rauchmelder ist verdammt nervig, der ist ca. 1,5m von der Kochstelle entfernt und trotz Dunstabzugshaube mehrmals losgegangen. Naja. Das Essen hat auf jeden Fall sehr lecker geschmeckt.

Ebenfalls Gestern war Trainingsauftakt für das Konditionierungstraining. Dabei standen viele Sprünge und lockere Läufe auf dem Plan, für mich leider nur lockere Läufe.

Heute durfte ich wieder beim MRT antreten um zu checken wie sich meine Verletzung (Knochenödem im Schambein ausgehend von einer Adduktorenansatzreizung) entwickelt hat. Glücklicherweise hat mein Mitbewohner ein Auto, sodass ich mir die 4 Meilen Fußweg hin- und zurück sparen konnte. Die paar MRT Bilder die der Röntgen/MRT Assistent mir gezeigt hat, sahen nicht schlecht aus, aber eine genaue Aussage werde ich erst in den nächsten Tagen von unserem Sportarzt Dr. Newhouse bekommen.

Danach hab ich nochmal beim Turnen vorbeigeschaut und habe mich dort hauptsächlich an den Armkraft-intensiven Geräten wie Barren und Ringen aufgehalten. Am Reck habe ich mich allerdings auch mal kurz probiert und schon fast wieder die Riesenfelge geschafft. Alles verlernt habe ich in meiner Trainingspause zumindest noch nicht. Nur Springen ist leider noch nicht erlaubt.

Das war es vorerst wieder, ich werde bald noch ein paar Fotos hinzufügen oder verlinken.
Bis bald!

Montag, 3. September 2012

Zurück zum Glück

Nach einer sehr schönen Sommerpause in Deutschland, bin ich nun schon seit Montag Abend wiedern in den USA.
Der Anflug verlief leider nicht ganz wie geschmiert. Nach einer einstündigen Verspätung meines Fluges von London nach Dallas wegen eines verspäteten Crew Mitglieds, habe ich in Dallas den Anschluss verpasst, sowie den nächstmöglichen. Erst kurz vor 22 Uhr konnte ich weiterfliegen,sodass ich gegen Mitternacht in Salt Lake City war. Von dort wollte ich ja mit dem Shuttle (3,5h) weiter nach Pocatello fahren, allerdings war das Letzte des Tages 22.30 abgefahren.
So musste ich wohl oder übel auf den nächsten Bus warten, der früh um 8 kam. Die Nacht auf dem Koffer in der Ecke des Terminals war nicht wirklich bequem, aber wenigstens war ich zeitig wach. Die Reinemachkräfte haben nachts ganze Arbeit geleistet...!

Als ich gegen um 11 in Pocatello ankam hatte ich mich dann auch noch mit der Haltestelle vertan. Die Tankstelle Jackson's die angefahren werden sollte, war nicht die in der Nähe vom Campus, sondern gleich an der Autobahnabfahrt, sodass ich wider Erwarten einen Fahrer in die Stadt gebraucht habe. Nach rumtelefonieren hat sich herausgestellt, dass mich niemand abholen konnte, weil alle schon Uni hatten, also habe ich Anhalter gespielt und nach einer halben Stunde einen freundlichen älteren Herr an der Tankstelle gefunden, der mich zu meiner Wohnung fahren konnte.

An der WG angelangt, komme ich rein und schaue mir die Küche an: Gedanke: Oh! Alles war fettig, auf dem Ofen liegen Kochreste, die Spüle ist verkalkt. Als ich weitergehe zum Bad verwandelt sich der Gedanke zu "No!!!", dieses ist vollkommen verdreckt, verkalkt, vollgespritzt...und riechen tut es auch nicht besonders toll. Mein japanischer Mitbewohner hat in dem vergangenen Jahr offenbar ganze Arbeit geleistet...
Allerdings bin ich erstmal froh an der Uni angekommen zu sein nach 12h Verspätung und checke ein, irgendwo muss ich ja schlafen. Zumindest habe ich ein sauberes Zimmer...

Ich hab dann auch gleich gefragt, ob ich denn in eine andere WG umziehen kann, bzw. habe ich mir auch außerhalb des Campus noch etwas angeschaut. Außerhalb des Campus hätte ich eine günstigere Miete, müsste mir aber noch Möbel für mein Zimmer beschaffen, sodass ich mich dann doch für On-Campus entscheide, die WG die mir gezeigt wird ist, obwohl noch unaufgeräumt von den Vormietern, schon wesentlich sauberer als meine jetzige. Unser Building Manager wollte diese dann ursprünglich bis Freitag herrichten, hat es aber nicht geschafft, neuer Umzugstermin ist jetzt Dienstag. Mal sehen. So richtig traue ich dem Braten noch nicht...

Die Uni ging recht gemächlich los, zumindest standen letzte Woche noch keine Hausaufgaben und heute ist Feiertag. Diese Woche wird da schon mehr los sein, aber das krieg ich auch über die Bühne.

In der ersten Woche gab es auch wieder schön viele Kennenlernpartys, wo ich einige Freunde wiedertreffen konnte und auch ein paar neue Leute kennengelernt habe. Zum Beispiel haben wir dieses Jahr hier drei deutsche Tennisspielerinnen sowie wieder zwei Deutsche Austauschstudenten aus Paderborn.

Das Volleyballfeld wurde auch schon öfter aufgebaut, wo ich mich nach meinem "Schwimmtraining" ein bisschen mit betätigt habe. Also im Großen und Ganzen bin ich froh wieder hier zu sein, auch wenn der Einstieg etwas holprig war.

Das war's erstmal wieder von "drüben", also bis zum nächsten Mal.

Samstag, 14. Juli 2012

Bilder von der Rundreise

Unter folgendem Link findet ihr die besten Bilder meiner Rundreise am Ende meines USA Aufenthaltes mit ein paar Beschreibungen. Viel Spaß beim Anschauen!

Bilder

Mittwoch, 27. Juni 2012

Deutschland und Pläne

Seit einer Woche bin ich nun schon wieder in Deutschland und siehe da: Es regnet! :)

Der Smilie dahinter ist damit zu erklären, dass es in Pocatello so gut wie nie regnet. Im ganzen Frühjahr hatten wir vielleicht 5 Regentage...!

Am 18.6. bin ich zurückgeflogen und hatte dank eines Lüftungsproblems an unserem Flieger in Salt Lake City 2,5h Verspätung. Dadurch verpasste ich meinen Anschlussflug in Paris um ca. 15min und kam erst 3h später in Berlin an. Dort musste ich meinen Zug auf einen ICE umbuchen und nachzahlen. Als dieser dann 25 min zu spät kam, schwante mir schon böses. In Leipzig sollte ich nur 26 min Aufenthalt haben. Diesen Zug verpasste ich natürlich auch, weil ein ICE, der Verspätung hat ja nicht ein kleines bisschen schneller fahren kann. Kurz vor 23 Uhr kam ich dann doch in Reichenbach an und halb 12 war ich endlich zu Hause.

Nun bin ich dabei meine Verletzung auszukurieren und hoffentlich relativ schnell wieder auf die Beine zu kommen. Im August geht es nämlich wieder in die USA, wo ich mein Studium fortsetzen werde, weiter mit Unterstützung eines Stipendiums. Dort will ich die tollen Bedingungen der Idaho State University weiter nutzen um mich weiter zu verbessern, was ja dieses Jahr schon sehr gut funktioniert hat!

Viele Grüße und danke für's Lesen!

Christoph


3400 Meilen

Den Artikel wollte ich schon eher Posten, leider bin ich nicht so schnell wie gedacht fertig geworden mit schreiben...

Die vergangenen zwei Wochen (vom Anfang des Artikel Schreibens) bin ich mit meinem Freund Logan vom Leichtathletikteam durch die USA gekutscht und habe mir so einiges angesehen.  Los ging es am 30.5. (Mittwoch) früh um 8, denn die erste Etappe war eine lange Wegstrecke, von Pocatello durch die Wüsten Nevada’s bis zum Lake Tahoe. 

1. Tag: Wie das nunmal so ist, sind wir effektiv erst um 9 losgekommen, aber das war nicht ganz so schlimm, ich bei meiner Zeitplanung ja auch vergessen, dass wir in Nevada eine Stunde Zeitunterschied gewinnen. Also lief alles nach Plan, der Tempomat hat uns sicher über die endlosen Weiten gebracht und die Musik von König der Löwen in der Wüste/ Steppe hat ein richtiges Afrika-Gefühl vermittelt.
Als wir gegen 19 Uhr dann zum ersten Mal den Lake Tahoe zu Gesicht bekommen haben, waren wir happy. Von einem der Aussichtspunkte fanden wir unseren eigenen Wanderweg über Stock und Stein hinunter zum Ufer und sprangen dort ins ziemlich kühle Nass. Lange am Stück konnten wir nicht drinbleiben, aber in Ufernähe gab es einige aus dem Wasser herausragende Felsen, wo wir uns von der noch starken Sonne und mehr als 25°C trocknen lassen konnten!
Nach dem Sonnenuntergang am See haben wir unsere erste Übernachtungsstation angelaufen bei den Eltern einer Freundin aus dem Leichtathletik Team, die wir auch schon zu Wettkämpfen kennengelernt haben. Von dort waren es am nächsten Tag noch 3-4h zum Yosemite National Park, was das erste große Ziel der Reise war.

2. Tag: Da alle reservierungspflichtigen Campingplätze dort schon bis Ende Juli ausgebucht waren, mussten wir zeitig dort sein, um einen der first-come, first-serve Plätze zu bekommen, wo sich um 9 als wir ankamen, auch schon eine Schlange gebildet hatte. Aber wir hatten Glück und haben ohne Probleme einen Platz bekommen, nachdem die eindrucksvolle Anfahrt ein bisschen länger gedauert hatte als gedacht. Dort haben wir übrigens auch einen Bären gesehen, der direkt vor uns über die Straße gelaufen ist und uns direkt angeschaut hat, als wir mit dem Auto daneben gestoppt haben.
Nach einem Nickerchen, wir waren ja seit 4.15 auf den Beinen, entschieden wir uns dann für die Wanderroute zum Nevada Fall. Diese beanspruchte uns ganz schön, allerdings waren auf dem Weg zwei beeindruckende Wasserfälle zu bestaunen, sowie hervorragende Ausblicke ins Tal und die umliegenden Berge. Nach vielen Bildern, einigen eiskalten Fußbädern und ziemlich kaputt kamen wir nach ca. 5-6 Stunden wieder unten an und haben den Gift Shop (Souvenirladen) erkundet sowie danach in unserer Campingküche Nudeln mit Tomatensoße genossen…den ganzen Pack Nudeln. Wandern macht hungrig.

3. Tag: Am nächsten Tag hatten wir uns für die Wanderung zum Ursprung des Upper Yosemite Falls entschieden, die ca. 900 Höhenmeter beinhaltete. Nach dem Frühstück war es erst 9.30, es hat sich aber angefühlt als hätten wir bis um 11 geschlafen, da es schon seit mindestens 3h hell war sowie viele Kletterer und Wanderer aufgebrochen sind. Das gab uns demzufolge viel Zeit den Tag gut zu nutzen und so machten wir uns auf zu den ersten 60 Serpentinen, die allerdings nur zu einem Aussichtspunkt auf halber Höhe des Weges führten. Dort waren wir aber immer noch unter dem Auffangbecken des Wasserfalls, der einige hundert Meter hoch ist. Nichtsdestotrotz gab es dort schon einen herrlichen Ausblick auf das Yosemite Valley und den Half-Dome. Nach zwei Stunden und 15 Minuten hatten wir es zum oberen Ende des Wasserfalls geschafft, der eine senkrechte Wand hinunterstürzt. Die Zeit fanden wir ziemlich beeindruckend, da die Wanderung hin- und zurück auf 6-8h ausgelegt war. Dann sind wir noch ein bisschen weiter gewandert bis zum Yosemite Point, von dem aus man eine atemberaubende Aussicht hat. Auf dem Weg habe ich auch zum ersten Mal etwas Deutsch Unterricht mit Logan begonnen, sowie versucht ihm „Auf der Mauer, auf der Lauer“ beizubringen…das war sehr interessant.
Nach unserem Abstieg haben wir uns mitsamt Camping Stühlen auf zum Mirror Lake gemacht, welcher ein Staubecken im Merced River im Yosemite Valley ist. Dort haben wir uns auf einer Sandbank in der Mitte des wirklich sehr flachen Gewässers installiert und die untergehende Sonne am Half-Dome direkt von unten betrachten können. Im kalten Wasser habe ich mir dann auch noch ein Eisbad für meinen Muskelkater sowie meine Verletzung gegönnt, was sehr angenehm war. Auf dem Weg zurück zum Camp haben wir einige Rehe aus nächster Nähe betrachten können. Diese sind einfach 3m vor uns über die Straße gelaufen und haben sich nicht einmal von meinem Kamerablitzlicht aus der Ruhe bringen lassen.

4. Tag: An unserem letzten Tag im Yosemite haben wir uns etwas mehr Entspannung gegönnt und haben nur Ziele auf Talebene besucht. Dort haben wir noch die Lower Yosemite Falls besichtigt und sind danach an den Strand gegangen. Das heißt, wir haben uns wieder eine Insel im Fluss, diesmal richtig im Fluss, herausgesucht, dort unsere Campingstühle und Bücher mitgebracht und uns einen schönen Sonnenbrand geholt, unterbrochen nur von kurzen Bädern im Fluss, wenn es zu heiß wurde.  Als wir dort so saßen ist etwas weiter flussaufwärts sogar ein kleiner Schwarzbär am Flussufer aufgetaucht und hat die dortigen Angler verscheucht. Langsam werden es immer mehr Bären, die ich zu Gesicht bekomme. Als wir uns aufbruchfertig gemacht haben, kamen weitere Touristen an unsere Badestelle, allerdings waren diese etwas wasserscheu. Nachdem sie uns im Fluss schwimmen haben  sehen, hat einer von ihnen mal einen Fuß ins Wasser gehalten und ist sogleich zurückgeschreckt…!
Nach diesem entspannten Nachmittag am Fluss haben wir uns auf nach Watsonville, südlich von San Francisco, gemacht, wo wir nach 4 Stunden Fahrt bei meiner Verwandten Marion und ihrer Familie ankamen. Dort wurden wir sehr herzlich willkommen geheißen und durften so gleich den 32° warmen Pool ausprobieren. Viel angenehmer als der 12° warme Fluss… Nach Abendessen und viel Erzählen haben wir dann im Pool Haus Quartier bezogen und Pläne für die kommenden Tage geschmiedet.

5. Tag: Am kommenden Morgen haben wir uns dann  Richtung Monterey aufgemacht, wo wir das Aquarium besuchen wollten. Zuvor haben wir allerdings noch einen kleinen Kayak Trip in der Monterey Bay unternommen und uns Seerobben, Seelöwen, Seeotter, Seemöven, Pelikane usw. aus nächster Nähe angeschaut. Das Meeresmuseum in Monterey war dann auch ein großer Erfolg, obwohl unsere Zeit etwas knapp bemessen war. Es ist eines der größten Aquarien des Landes und hatte besonders eindrucksvolle exotisch aussehende Quallen und Seepferdchen.
Monterey an sich ist auch ein sehr hübsches Städtchen, dort habe ich mir mal Muschelsuppe in der Brotschale gegönnt, was Clam Chowder genannt wird und sehr lecker war. Die Stadt ist berühmt für den Autor von „Die Vögel“ (glaub ich) und war ein kommerzielles Zentrum der Sardinenfischerei.

6. Tag: Am nächsten Tag haben wir San Francisco besichtigt. Leider hatten wir etwas diesiges Wetter, allerdings haben wir dennoch einige schöne Aussichtspunkte ansteuern können unter anderem Treasure Island in der Mitte der San Francisco Bay und Coit Tower, der auf einem Hügel über der Stadt thront. Besonders interessant war Pier 39 mit all seinen skurrilen Geschäften und Chinatown mit all seinen überfüllten Geschäften. Wir haben uns echt gefragt, wie denn so viele Geschäfte mit verschiedenen Artefakten auf so engem Raum nebeneinander existieren können!
Natürlich sind wir auch mit dem Cable Car gefahren und haben diesem beim Wenden zugeschaut. Lombard Street lag dabei auch am Weg, allerdings sind wir dort nur heruntergelaufen, nicht gefahren.

7. Tag: Am nächsten Tag sind wir entlang des wunderschönen Highway 1 an der Küste nach San Francisco gefahren und dann über die Golden Gate Bridge im strahlenden Sonnenschein. Nach tausenden Bildern haben wir versucht dem Ratschlag Bill’s zu folgen (bei dem wir übernachtet haben), und dem Highway 1 weiter zu folgen. Aber nach 30 Meilen in 30kmh Durchschnittstempo über die kurvigste Straße, die ich bis dahin je gesehen habe, haben wir uns anders entschieden und haben den schnelleren Weg nach Norden gewählt.
Dann haben wir einen weiteren Tipp meiner Verwandten befolgt und uns auf den Lost Coast Highway gewagt, eine kaum befahrene Verlängerung des Highway 1 mitten durch den Küsten-Urwald auf dem Niveau eines Waldweges mit tausenden Schlaglöchern und noch mehr Kurven. Immer mal wieder eröffnete sich ein hervorragender Ausblick auf den Pazifik und nach ein paar Meilen fanden wir einen Campingplatz. Dort entschieden wir uns die Nacht zu verbringen und wurden mit Elchsichtungen und Sonnenuntergang belohnt. Nach dem Abendessen am Strand ging es sehr zufrieden in die Schlafsäcke.

8. Tag: Der nächste Morgen brachte als erstes eine Abkühlung im kalten Pazifik. Aber nach Lake Tahoe und Yosemite waren wir kaltes Wasser schon gewohnt, deshalb war es nicht ganz so schlimm. Nach dem wir dann richtig wach waren, ging es wieder auf den tollen Lost Coast Highway, dem wir weiter nach Norden folgen wollten, um wieder auf bessere Straßen zu kommen. Wir sind davon ausgegangen, dass der Camping Platz ungefähr in der Mitte der Strecke war, die hier sogar schlimmer wurde. Bei einem Abzweig sind wir etwas ins Grübeln gekommen, haben uns dann aber für geradeaus statt links entschieden. Nach dem ersten abgewrackten Auto an der Seite waren wir uns schon nicht mehr ganz so sicher, und als dann auch noch Büsche von allen Seiten in die „Straße“ hineinwuchsen und dort ein zweites Auto für immer am Straßenrand „geparkt“ war, haben wir uns entschlossen, zu wenden. Der erste Versuch an Ort und Stelle hat leider nicht geklappt, da die Straße zu steil und eng war. Also haben wir schön an dem zweiten Auto vorbeimanövriert und dann zu unserer Erleichterung eine große Wendeschleife gefunden. Mit Schwung und Vierradantrieb sollte es dann wieder bergauf gehen…
Eine halbe Stunde später jedoch sind wir immer noch nicht an dem letztes Auto vorbeigekommen, sondern haben es entweder  nur Zentimeterweise vorwärtsbewegt, bzw. sind bei allen Versuchen mit Schwung genau dort hängen geblieben. Dummerweise ging zu diesem Zeitpunkt unsere Tanknadel auch dem Nullpunkt entgegen. Wir waren uns sicher, dass wir nach einiger Zeit den Weg aus dieser Sackgasse finden, wussten aber nicht, ob das Benzin reicht, um bis zur nächsten Tankstelle zu kommen. Also haben wir uns über die Notrufnummer bis zum State Park Ranger durchgefragt, der sich mit seinem Pickup und ein paar Benzinreserven auf den Weg gemacht hat. Er wollte in 2 Stunden dort sein, denn schneller ging es von keiner Seite.
Also haben wir es weiter probiert und nach weiteren 15 Minuten dann tatsächlich geschafft, wieder bis zum Abzweig zu manövrieren. Nach weiteren 13km (ca. 45min Fahrt) Buckelpiste kamen wir das erste Mal wieder auf eine asphaltierte Straße, wo wir nach kurzer Zeit dann auch den Ranger angetroffen haben, der uns ausreichend Benzin bis zur nächsten Tankstelle versorgt hatte. Abenteuer überstanden!
Durch unsere zeitliche Verspätung kamen wir aber erst abends in den Redwood National Park, wir konnten dennoch ein paar Baumriesen bestaunen. Es war sehr eindrucksvoll durch diese gigantischen Wälder zu fahren!

9. Tag: Nach erneutem Camping ging es dann mal ein Stückchen weg von der Küste und zum Crater Lake, einem Vulkansee, der weder Zu- noch Abfluss hat und in der Caldera eines explodierten Vulkanes eingekesselt ist. Dort waren wir überrascht, noch ca. 1,50m Schnee vorzufinden, Anfang Juni! Also sind wir schön mit Turnschuhen und kurzen Hosen über einen Haufen Schnee marschiert und haben die kurze Zeit genutzt, da denn die Wolken sich mal etwas gelichtet hatten. Zum großen Wandern bei diesen Temperaturen und Bedingungen waren wir nicht ausgestattet, also haben wir uns dann auch relativ schnell auf die Weiterreise gemacht, zurück an die Küste.
Auf dem Weg sind wir durch Eugene gekommen, wo zur aktuellen Stunde die US Olympic Trials ausgerichtet werden und vor 4 Tagen (von heute, 27.6.) ein neuer Zehnkampfweltrekord aufgestellt wurde! Das Stadion haben wir uns einmal angeschaut und sind auch ein bisschen auf der Bahn herumgerannt. Dort würde ich auch gern mal einen Wettkampf machen, vielleicht klappt es ja ein Mal bei den US Collegemeisterschaften oder den regionalen Vorausscheiden, die normalerweise auch dort ausgerichtet werden.
Dann sind wir weitergefahren nach Waldport an der Küste Oregon‘s, wo eine Sportlerin aus unserem Team ein Strandhaus hat, welches wir spätabends erreichten.

10. Tag: Den nächsten Tag haben wir dann etwas relaxter angehen lassen, da wir ja am Vortag mehr als 8h mit dem Auto unterwegs waren. Also haben wir etwas Zeit an der Küste verbracht, uns einige interessante Küstenformationen angeschaut, unter anderem das „Spouting Horn“, wo sich bei Wellenaufschlag eine Luftblase unter dem Fels bildet, die durch den Überdruck durch ein kleines Loch geysirähnlich entweicht. Das war beeindruckend! Viel mehr konnten wir an diesem Tag leider nicht ansehen, da es nachmittags dann regnete. So wurde auch aus unserem Plan, Angeln zu gehen, leider nichts. Also haben wir noch ein bisschen Frisbee am Strand gespielt, der 50m vom Haus entfernt war, und dann einen Film geschaut.

11. Tag: Für diesen Tag hatte ich mit Oliver Scharff ein Treffen ausgemacht, der ja in Salem, der Hauptstadt Oregon‘s ein Austauschjahr an einer Highschool absolviert und der auch noch Schüler am Goethe-Gymnasium Auerbach ist sowie in meinem ersten Leichtathletikverein, der LSG Auerbach war. Als wir am frühen Nachmittag dort ankamen, konnten wir noch gemeinsam die letzten Minuten des ersten deutschen Fußball – EM Spieles sehen, welches wir ja glücklich gegen Portugal gewonnen haben. Danach stand eine kurze Mini-Stadtführung auf dem Plan und dann ging es auch schon weiter in den Silver Falls State Park, wo 10 Wasserfälle sich den Weg durch den Regenwald Oregon‘s bahnen. Das war wieder sehr beeindruckend, im Gegensatz zu Idaho gibt es dort so viel Wasser, das war Wahnsinn. Dort waren innerhalb eines 3km Radius 10 Wasserfälle bis zu einer Höhe von fast 100m.
Am Abend ging es noch nach Portland, der größten Stadt Oregon‘s am Columbia River. Nach einer Stadtbesichtigung haben wir uns Voodoo Doughnuts gekauft, die eine riesen Auswahl an Doughnuts aller erdenklichen Geschmacksrichtungen und Kombinationen haben!
Danach haben wir wahrscheinlich leider etwas zu spät uns auf die Suche nach einem Campingplatz gemacht, und unser Navi auf Logan’s Handy hat leider keine vernünftigen Camping-Plätze angezeigt, nur RV-Parks, sodass wir jedes Mal gesagt bekommen haben, dass dort Zelten verboten ist!
Also haben wir uns zu guter Letzt auf den Walmart Parkplatz gestellt, unsere Sitzlehnen zurückgeklappt, die Schlafsäcke ausgepackt und im Auto geschlafen…

12. Tag: Nun ging es entlang des riesigen Columbia River gen Osten. Der ist so breit, da fahren richtig große Dampfer drauf rum. Wir haben auch ein paar Kite Surfer gesehen, das hätte ich auf einem Fluss nicht unbedingt erwartet. Nach einem Besuch bei einem Staudamm mit sehr interessanter Fischtreppe und live unter Wasser Fische beobachten (die wurden nach der Fischtreppe an einem Fenster vorbeigeleitet), haben wir noch die 200m hohen Multnomah Falls direkt am Columbia River Highway angeschaut, die sehr beeindruckend waren. Dann haben wir uns auf den Rückweg Richtung Boise gemacht und dort bei Logan’s Tante übernachtet. Den Abend haben wir dort verbracht und ich habe ein paar neue Spiele kennengelernt, z.B. Laddergolf (Leitergolf), wo man versucht mit einem Seil, dass an jedem Ende einen Golfball hat, eine 3-stufige Leiter bzw. ein Gestell zu treffen. Das Seil wickelt sich dabei um die Stangen und man bekommt 3 Punkte, wenn man es schafft, das Seil um die oberste Stange zu wickeln, 2 für die mittlerste und 1 für die unterste.

13. Tag: Am letzten Tag unserer Reise haben wir die Malad River Gauge bestaunt, ein eindrucksvoller Canyon nahe des Snake River. Danach haben wir Hayli aus dem Leichtathletik Team noch einen Besuch abgestattet, und dort leckere Leber zum Abendbrot bekommen. Spät am Abend haben wir die letzte Stunde in Angriff genommen und waren gegen Mitternacht nach ca. 3400 Meilen wieder in Pocatello angelangt.

Die Reise hat sich auf jeden Fall voll gelohnt, wir haben viel gesehen und ich konnte wieder ein paar spannende Reiseziele abhaken!

Dienstag, 29. Mai 2012

Roadtrip begins

Morgen werde ich gemeinsam mit Logan zu unserem Roadtrip aufbrechen. Am ersten Tag wollen wir bis zum Lake Tahoe kommen, der aber nur ein Zwischenziel ist, denn am nächsten Tag soll schon Yosemite National Park anstehen. Wir wollen dort möglichst zeitig vor dem Wochenende sein, das gibt uns bessere Chancen einen Zeltplatz zu bekommen.
Nach 2 oder 3 Tagen Yosemite soll es nach Watsonville zu einer Verwandten gehen, von wo aus San Francisco und die Strände erkundet werden sollen. Danach fahren wir größtenteils entlang der Westküste nach Norden, mit Crater Lake, ein paar Oregon Dunes bis nach Portland und dann am Columbia River zurück nach Westen.

Ich denke die nächste Meldung kommt aus Watsonville.

Bis demnächst!

Mittwoch, 23. Mai 2012

Bär gesichtet

Nach den Meisterschaften hab ich mir mal eine kleine Auszeit gegönnt, da unser Teamphysio auch gemeint hat, entspannen, bzw. nicht belasten sollte am meisten helfen für meine Leiste.

Also habe ich ein paar Tage Urlaub in Montana gemacht und habe dort einen Freund besucht. Dort oben gibt es tatsächlich Wald und Bäume, im Gegensatz zu Idaho. Also standen einige Wanderungen auf die umliegenden Berge an und einmal konnte ich auch mit auf Bärenjagd gehen. Dafür sind wir Sonntag früh um 6 losgefahren und haben 2 Stunden angestrengt in den Wald bzw. auf Lichtungen gestarrt, gleich am Anfang haben wir auch einen noch jungen Bären gesehen, der direkt vor uns über die Straße gelaufen ist, allerdings noch zu klein zum Schießen war.
Leider musste ich erst einmal meine Kameraeinstellungen an wenig Licht anpassen, deswegen habe ich ihn nur unscharf erwischt. Aber es war immer noch ein Bär in freier Wildbahn!!! :)

Seit gestern bin ich wieder in Pocatello, dort steht jetzt Physiotherapeutische Behandlung und Reiseplanung an, wahrscheinlich geht es Mitte/Ende nächster Woche auf Tour mit Logan.

Samstag, 12. Mai 2012

Championships Results

Hier mein umfangreicher Zehnkampfbericht...der wurde ein bisschen zu emotional und lang... ;)

Auf dem Bild sind unsere Idaho State University Zehnkämpfer nach den 1500m zusammen mit Mehrkampfcoach Nate (in Schwarz) zu sehen.
Als Vorgeschichte, seit dem letzten Zehnkampf hatte ich leichte Leistenprobleme, die vom Hoch- und Weitsprung herrührten und sich leider trotz physiotherapeutischer Behandlung nicht verbessert haben bis zu den Meisterschaften.

Der erste Tag lief sehr gut. Die 100m mit leichtem Gegenwind in 11,53s waren gut, Weitsprung lief klasse, 6,94m und 6,99m mit ca. 3m/s Rückenwind und mittelmäßigen Sprüngen, im letzten 7,03m mit 5m Rückenwind, nem top Sprung (hat sich angefühlt als wäre ich nen halben Meter höher in der Luft als bei den Sprüngen zuvor) aber ner relativ schwachen Landung, meine Beine kamen mehr als 20cm zeitiger runter als mein Pops, wahrscheinlich weil sie nicht an die Weite gewohnt waren, die machbar gewesen wäre. Zwei Leute sind weiter gesprungen, aber gleich deutlich mit 7,40m, das war richtiges Flugwetter! Leider sind meine Leistenprobleme beim Weit schlimmer geworden.
Beim Kugelstoßen habe ich diese aber nicht gemerkt, und konnte meine gesteigerten Trainingsleistungen im Wettkampf umsetzen! Nach 12,09m im ersten, 11,83m im zweiten mit etwas unsicheren Stößen, hab ich dann im letzten einen richtig erwischt und 12,42m rausgehauen, ca. einen Meter weiter als bei allen Wettkämpfen seit 1,5 Jahren! Das war die drittbeste Weite von allen Mehrkämpfern.

Beim Hochsprung wurde es dann allerdings problematisch. Die Absprung und Drehbewegung ist genau das was am meisten wehtut, ich habe es ein paar Mal versucht abzuspringen, aber es ging einfach nicht. Also habe ich nach kurzem Überlegen und einer weiteren Ibuprofen auf mein rechtes Bein umgestellt, und nachdem ich im Einspringen locker über 1,68m gekommen bin, war ich da ganz zuversichtlich. Über 1,65m ging es dann mit 3cm Schritten hoch, 1,77m habe ich im dritten,1,80m dann wieder im ersten übersprungen, und ich muss sagen, die Sprünge sahen gar nicht so schlecht aus. Bei 1,83m war dann aber Endstation. 1,80m ist mit meinem anderen Bein aber sehr zufriedenstellend und auch nur 5cm unter meiner Standardhöhe mit links, 1,85m. Dadurch war ich nach dem Hochsprung immer noch auf Kurs 7000 Punkte und dank Weitsprung und Kugel deutlich über meiner Punktzahl vom letzten Zehnkampf.

Der Hochsprung ging noch sehr lang nachdem ich raus war mit 5 Leuten über 2,01m, einer davon sogar 2,13m!!! In der Zwischenzeit ist der Wind so heftig geworden, dass die Latte ein paar Mal von alleine runtergefallen ist. Nach dem letzten Springer ist er aber wieder etwas abgeflaut, was günstig war für die 400m, die letzten 100m waren nämlich voll gegen den Wind.

Das 400m Rennen lief gut, nach der Beschleunigungsphase hatte ich auch keine Schmerzen mehr und konnte normal rennen. Mit 50,48s stand auch eine Bestleistung zu Buche, allerdings ist so ziemlich jeder Bestleistung gelaufen, sodass ich in dieser Disziplin nur 8. war. Logan hat eine 48,29s hingelegt, das war Wahnsinn!

Nach Tag 1 liege ich auf Platz 5 mit 3619 Punkten, knapp hinter Justin von meiner Uni mit 3661 und vor Logan (7.) mit 3542. Allerdings sind Platz 1 und 2 schon über 4000. Bei einem der beiden war das zu erwarten, seine Zehnkampfbestleistung steht bei 7500 Punkten, der andere allerdings hat diese Saison erst 6500 Punkte angeboten, sodass ich ihn eigentlich nicht dort vorn erwartet habe. Er hatte aber einen Weltklasse Tag 1 mit 2,13m im Hochsprung und 7,40m im Weitsprung und insgesamt 5 deutlichen Bestleistungen!

Am zweiten Tag wurde der Wettkampf wurde vorerst um 1,5h verschoben, seit um 7 morgens hat es 5cm Neuschnee heruntergehauen und bis Mittag nicht aufgehört.

Und dann hoffte ich dass mein Bein/Hüfte durchhält, denn abgesehen davon bin ich in Top Form und bereit für 7000 Punkte! :)

Der zweite Tag des Zehnkampfes lief wider erwarten ziemlich gut. Meine Leistenprobleme sind über Nacht leider nicht sprunghaft besser geworden, sodass ich einige Zeit gebraucht habe um ins Rollen zu kommen. Dann kam auch noch Schnee dazu, sodass der Wettkampf 1,5h später startete, als das meiste wieder abgetaut war.

Los ging es mit den 110m Hürden. Nach dem Aufwärmen war mir klar, wenn ich es gut bis zur ersten Hürde schaffe, ist der Rest kein Problem. Beschleunigen bereitete mir immer die meisten Probleme. Mit dem nötigen Adrenalin aus der Startpistole konnte ich meine Devise gut umsetzen und obwohl etwas langsamer am Start doch mit 15,39s eine ordentliche Zeit hinlegen, auch meine schnellste in einem Zehnkampf bislang.

Der Diskuswurf lief dann sehr gut, im zweiten Versuch konnte ich mit 35,15m eine neue Bestleistung aufstellen, womit ich sehr zufrieden war, da auch hier durch die Drehbewegung und Hüftarbeit nicht alles schmerzfrei verlief, wenn auch wesentlich besser als bei den meisten anderen Disziplinen.

Der Stabhochsprung war wieder eine Sache für sich, da ich hier beschleunigen und abspringen musste. Nach genügend Anläufen, bei denen ich mich an den Schmerz gewöhnen konnte, habe ich es auch geschafft halbwegs gut abzuspringen und konnte sogar mit 4,40m meine Bestleistung einstellen. An 4,50m bin ich leider wieder knapp gescheitert.

Beim Speerwurf habe ich dann auf einen verkürzten Anlauf zurückgegriffen um die Belastung zu vermindern und mit Erfolg: 51,01m sind Saisonbestleistung.
Nach dem Speerwurf lag ich klasse im Kurs und mit 6324 Punkten über meiner Zehnkampfbestleistung des letzten Jahres aus Deutschland.

Mit 4:40min über 1500m hätte ich 7000 Punkte schaffen können, aber mein Körper wollte nicht. Die Zeit liegt im Bereich meiner Bestleistung, welche ich allerdings auf Meeresniveau und bei 30°C aufgestellt habe, während wir durch die Schnee-Zeitverzögerung unseren 1500m Lauf 20.15 begannen, bei ca. 8°C Außentemperatur war es nicht gerade kuschlig auf 1500m Höhe.
Nach 800m habe ich schon deutlich den Höhenunterschied und die Kälte gespürt und schon deutlich hinter meinem geplanten Durchschnittstempo zurückgefallen. Ich wollte nur noch ankommen, was ich in einer miserablen Zeit von 5:04,15min getan habe. Die Enttäuschung über die verpasste Chance auf 7000 Punkte saß zuerst tief.
Allerdings konnte ich mit Hilfe meiner Teamkameraden und der anderen Zehnkämpfer sehen, welch Leistung ich trotz all der Schmerzen über beide Tage erbringen konnte.

Mit 6860 Punkten konnte ich sogar eine neue Bestleistung aufstellen, wenn auch nicht so großartig klingend wie 7000 Punkte, bin ich doch mit Zehnkampf sehr zufrieden, in dem ich auch vier neue Einzelbestmarken verbuchen konnte.

Die Punktzahl reichte im Endeffekt zu Platz 4 bei den Conference Meisterschaften, direkt vor Teamkollegen Logan mit 6828 und Justin mit 6696 Punkten. Der Sieg ging an einen Mehrkämpfer der Montana State University, der mit 7630 Punkten das Ticket zu den US Meisterschaften sicher gelöst hat.

Hier der Link zu den kompletten Ergebnissen aller Mehrkämpfer:
Results

Die beiden Tage nach dem Zehnkampf stehen noch Einzeldisziplinen bei den Meisterschaften an. Freitag habe ich mich nocheinmal im Speerwurf versucht und bin mit 49,75m 11. geworden, meine Weite vom Vortag hätte mich ins Finale gebracht. Danach wollte ich noch einmal im Stabhochsprung angreifen und habe es auch geschafft die Anfangshöhe der Stabhochsprungkonkurrenz, gleichwertig mit meiner Bestleistung von 4,40m, im dritten Versuch zu meistern. Danach war aber wieder einmal Schluss. Eine erneute Steigerung des Kreisrekordes muss mal noch ein bisschen auf sich warten lassen, da ich nun erstmal meine Leistenprobleme auskurieren werde.

Der offizielle Teil meines USA Jahres ist jetzt zu Ende, allerdings werde ich die mir verbleibende Zeit bis Mitte Juni nutzen um Land und Leute noch besser kennenzulernen und insbesondere viele (Natur-) Sehenswürdigkeiten im weiten Westen der USA zu bestaunen, also bleibt dran!

Dienstag, 8. Mai 2012

Big Sky Conference Championships

Die kommenden vier Tage stehen die Big Sky Outdoor Track & Field Championships in Bozeman, Montana an und werden dort von der Montana State University ausgerichtet.

Unter dem folgenden Link könnt ihr live zuschauen:

Big Sky TV

Der Zehnkampf startet für mich am Mittwoch 13 Uhr (21 Uhr MESZ) und am Donnerstag um 12 Uhr (20 Uhr MESZ) und sollte an beiden Tagen bis ca. 17 Uhr gehen. Außerdem trete ich am Freitag 11.30 zum Speerwurf, 13.30 zum Stabhochsprung und Samstag 13.30 zum Dreisprung an.

Wenige Minuten vor dem Start wird der Live Stream verfügbar gemacht, allerdings muss man sich kostenlos anmelden um den Stream zu sehen. Wie das genau funktioniert weiß ich leider noch nicht.

Außerdem braucht ihr den Adobe Flash Player 10 (mindestens), den man auf der gleichen Seite links herunterladen und installieren kann.

Viele Grüße nach Hause und viel Spaß beim Zuschauen!

Chrisi

Donnerstag, 3. Mai 2012

Finals

Vergangenes Wochenende (27./28.4.) stand unser letzter Wettkampf vor den Meisterschaften an, diesmal in Provo an der BYU, der größten Mormonen - Uni, die ein richtig gutes Sportteam haben!

Freitag bin ich die 110m Hürden in sehr guten 15,13s gelaufen, was mich gerade so als 9. in den Endlauf gebracht hat. Dann stand Speerwurf an, wo ich nur 3 Versuche absolvieren konnte und nur mein schlechtester gültig war, bevor ich zum Stabhochsprung abgedüst bin und mich dort fix eingesprungen bin.
Meine Anfangshöhe 4,15m hab ich dann auch nur im dritten Versuch geschafft, 4,30m im zweiten, aber so wirklich zufrieden war ich mit dem Springen an sich nicht, da ich über der Latte irgendwie immer die Orientierung verloren habe. Bei 4,45m war an dem Tag dann Endstation.

Leider hab ich seit dem letzten Zehnkampf ein paar Aduktorenprobleme, die sich nicht lösen wollen, also habe ich nach dem Stabhochsprung versucht das ein bisschen zu lockern in dem ich mit dem Oberschenkel auf einem Ball rumgerollt bin.

Am nächsten Tag stand dann der Hürden Endlauf an, den ich mit 15,35s beendet hab, nachdem ich auf den ersten drei Hürden etwas den Kopf verloren habe und genauso schnell über die Hürden gehen wollte, wie die 14,5s Läufer, was mich beinahe zu Fall gebracht hätte, bevor ich meinen eigenen Rhythmus finden konnte.

Danach hatte ich noch Dreisprung, das erste Mal seit den Hallenmeisterschaften. Mit 4 Sprüngen um 13,75m und meiner besten Weite von 13,88m war ich ganz zufrieden, da ich das ja überhaupt nicht trainiert habe. Diese Weite bringt mich auf Platz 6 der Big Sky Bestenliste, sodass ich gute Chancen habe bei den Meisterschaften ins Finale zu kommen.

Hier sind mal ein paar Hürden-Bilder:
BYU Meet

Den Tag vor dem Wettkampf hatten wir das jährliche Sam Bennion Banquet, wo die besten Sportler der Uni ausgezeichnet werden.
Dabei habe ich den Award: Outstanding Field Athlete erhalten, während Zehnkampfkollege Logan, der in den Laufdisziplinen besser ist, den Award: Outstanding Track Athlete erhalten hat.

Das war klasse, das hätte ich nicht unbedingt erwartet, da wir ja schon einige gute Leute haben hier!

Bankett

Der von Logan und mir eingerahmte ist unser Coach Nate, und danach noch ein Bild mit Chefcoach Dave, der dritte Preisträger war Mike, unser 5,35m Stabhochspringer.

Seit Montag standen dann die Abschlussprüfungen an, für mich drei am Montag und zwei Mittwoch sowie zwei Take Home Finals, die ich quasi zu Hause bearbeiten konnte und an einem bestimmten Tag abgeben musste.

Die Prüfungen liefen alle sehr gut, sodass ich hoffentlich auch wieder einen sehr guten Notenschnitt herausbekomme.
Seit gestern Nachmittag hab ich nun also offiziell Ferien von der Uni, allerdings stehen ja nächste Woche noch unsere Leichtathletk Meisterschaften an mit Zehnkampf Mittwoch/ Donnerstag, Stabhochsprung und Speerwurf am Samstag und Dreisprung am Sonntag.

Im Stabhochsprung scheint es immer weiter bergauf zu gehen, im Training bin ich am Dienstag ein 4,90m Gummiseil angegangen und komme auch drüber, allerdings noch mit touchieren!

Jetzt hoffe ich nur, dass meine Aduktoren sich bis nächste Woche wieder ein bisschen lockern. Auf jeden Fall arbeite ich jetzt täglich mit unserem Physiotherapeuten dran, dass es besser wird.

So bis bald,
Chrisi

Zehnkampf in LA

In der Woche nach der meine Eltern wieder heimgeflogen sind, ging es zu einem großen Meeting nach Los Angeles, wo insbesondere die ISU Sportler hingefahren sind, die schon gute Leistungen gebracht haben.
Allerdings bedeutete das auch eine Woche Uni verpassen, da wir für den Wettkampf am Mittwoch Montag Nachmittag losgefahren sind.

Mittwoch und Donnerstag stand für Logan, Coach Nate und mich der Zehnkampf an, der ein Teil der Mt. SAC Relays in Walnut (Stadtteil von LA) war, einem großen Meeting sowohl für Mehrkampf als auch für Einzeldisziplinen. Der Zehnkampf wurde an der Azusa Pacific University ausgerichtet, wo Olympiasieger Bryan Clay studiert hat und auch noch trainiert. Während wir Stabhochgesprungen sind, war er nebenan auf der zweiten Stabhochsprunganlage und hat dort eine kleine Trainingseinheit absolviert.

Bei 52 Zehnkämpfern habe ich zum Abschluss mit neuer Bestleistung von 6797 Punkten Platz 21 belegt. Allerdings waren wir in 3 Gruppen aufgeteilt, die Pro Gruppe mit Mehrkämpfern über 7300 Punkte, dann A Gruppe bis ca 6600 (dort war ich mit drin) und die B Gruppe mit allen anderen. In meiner Gruppe belegte ich Platz 8.

Bei bis zu 35°C im nichtvorhandenen Schatten ging der erste Tag sehr gut los mit 11,51s über die 100m, die Bestzeit bedeuteten.
Im Weitsprung standen 6,76m zu Buche, was meine beste Leistung im Zehnkampf ist bisher. Allerdings bin ich am Wochenende zuvor 6,91m gesprungen.
Kugelstoßen sah sehr vielversprechend aus, im Einstoßen habe ich 12m gestoßen, im Wettkampf allerdings unglücklich zwei ungültige Versuche gemacht und im letzten mit einem soliden Stoß 11,45m gestoßen.
Beim Hochsprung habe ich mich relativ schwer getan, ich musste jedes Mal in den zweiten oder dritten Versuch, habe aber dennoch 1,85m geschafft, was für den Mehrkampf gut ist.
Über 400m habe ich wieder eine neue Bestzeit aufgestellt mit 50,63s.
Nach dem ersten Tag stand ich mit 3536 Punkten auf Platz 12 in meiner Riege und ca. Platz 33 insgesamt und war auf einem guten Weg nahe an die 7000 Punkte zu kommen, ich hatte ja ca. 100 Punkte mehr als bei meinem letzten Zehnkampf.

Donnerstag ging es bei noch heißeren Temperaturen weiter.
Die 110m Hürden sahen bis zur 7. Hürde sehr vielversprechend aus, als ich die nächste mit dem Schwungbein mitnahm und nahezu stehengeblieben bin, habe ich allerdings viele Punkte verloren. Meine Zeit von 15,84s war dann sehr deutlich unter meiner Bestzeit vom Wochenende zuvor (15,10s), allerdings nicht viel schlechter als beim letzten Zehnkampf.
Im Diskus standen nach drei Versuchen 32,38m zu Buche, der letzte Versuch ging über 35m, ist aber leider nicht im  Sektor gelandet.
Der Stabhochsprung lief sehr gut. 4,00m, 4,20m und 4,40m (Bestleistung eingestellt = Vogtlandrekord) konnte ich alle im ersten Versuch meistern. Bei 4,50m hatte ich zwei sehr gute Versuche, bei denen ich die Latte deutlich überquert habe, allerdings unglücklich mit der Hand die Latte mitgenommen habe. Mein Coach hat bestätigt, dass ich heute das Potenzial für 4,70m hatte!
49,75m im Speerwurf waren ok, aber nicht überragend.
Mein Teamkollege Logan, der in der anderen Gruppe gestartet ist und eine sehr gute 1500m Zeit hingelegt hat, hat mich angespornt gute 1500m zu laufen, da er meiner Punktzahl schon sehr nahe gekommen ist. Also stand am Ende eine 6s Bestzeit zu Buche, als ich nach 4:39,54min die Ziellinie überquerte.

Das bedeutete eine Gesamtpunktzahl von 6797 Punkte, womit ich meinen Teamkameraden Logan um 7 Punkte überbieten konnte.

Vor den Meisterschaften der Big Sky Conference steht noch ein Wettkampf an kommende Woche. Bei den Meisterschaften am 9./10.Mai werde ich dann den  Angriff auf 7000 Punkte starten.

Donnerstag, 19. April 2012

Wettkampfsaison + Besuch

Die vergangen beiden Wochen war ich gut beschäftigt, denn am 4.April kamen meine Eltern für 11 Tag zu Besuch. Da ich allerdings immer noch Uni sowie jedes Wochenende Wettkämpfe hatte, kam ich zu nicht viel.

Meine Eltern durften freundlicherweise bei Logan's Familie übernachten und dort auch ab und an mal ein Auto für Touren in das Umland benutzen.

Am Ankunftstag, Mittwoch, hab ich sie gemeinsam mit Logan vom Flughafen in Pocatello abgeholt und sind danach gemeinsam zu unserer wöchentlichen Turnstunde gegangen. Dort konnte ich sie einigen meiner Freunde vorstellen und ich habe langem probieren in früheren Trainingseinheiten an dem Tag das erste Mal eine Riesenfelge am Hochreck geschafft.



Logan und Ich beim Training

Team Meeting...das ist aber nur etwas mehr als die Hälfte!

Auf dem Red Hill

Nach der Trainingsbesichtigung und Vorstellung am Donnerstag ging es Freitag früh 5.30 im Schneetreiben nach Orem, Utah, wo wir einen Wettkampf gegen die Utah Valley University hatten. Für mich stand dort als erstes Hochsprung an. Es hatte gegen 10 zwar aufgehört zu schneien, allerdings war es immer noch sehr kalt. Mit 1,80m war ich ganz zufrieden. Etwas später ging es zu den 110m Hürden. Bis ca. 60m lag ich klar in Führung, habe dann aber eine Hürde mit dem Schwungbein voll mitgenommen und dadurch Platz sowie eine mögliche Bestzeit verspielt. 15,68s bei starkem Gegenwind bedeuteten immerhin noch Platz 2. Zum Abschluss war ich noch Startläufer über die 4x400m, mit einer sehr guten 50,7s als Zwischenzeit. Unsere Staffel (Idaho State B) ist mit 3:26min zweiter geworden.

Mietauto eingeschneit


Schnee - Mehrkämpfer

110m Hürden - noch in Führung

4x400m Startläufer

Noch 50m zum Ziel für Logan und mich

Im Anschluss an den Freitagswettkampf bin ich mit meinen Eltern noch 5 bis 6 Stunden gen Süden gefahren, wo die Reiseziele Arches NP, Canyonlands NP und Natural Bridges National Monument auf dem Plan standen.





Samstag früh ging es vom Übernachtungsort Monticello zuerst zu den Natural Bridges, natürlich entstandenen Brücken über einen zur Zeit sehr kleinen Fluss, die über Jahrmillionen ausgehölt wurden.


Nachmittags fuhren wir in den Canyonlands National Park, einen riesigen Park mit unglaublichen und riesigen Felsformationen! Wie sich wahrscheinlich von selbst versteht, haben wir tausende Fotos geschossen, hier mal eine Auswahl.


Natural Bridges + Canyonlands
Vor dem Sonnenuntergang haben wir noch den Dead Horse Point State Park besichtigt, von dem man eine atemberaubende Aussicht auf die Canyonlands hat. Der Sonnenuntergang hat das ganze noch deutlich verschönert!

Sonntag Vormittag stand der bekannte Arches National Park an. Relativ früh zeitig war noch nicht so viel los, sodass wir unsere 3-stündige Wanderung im Devil's Garden unternehmen konnten, bevor die großen Menschenmassen den Park bevölkerten. Die beeindruckensten Arches (Steinbögen) waren der Landscape Arch, der Double O Arch und North and South Window.

Arches National Park

Sonntag Abend kamen wir wieder in Pocatello an, wo gleich die nächste Tour geplant wurde. Ich konnte mich Montag mal ein bisschen auf die Uni konzentrieren, während meine Ellis gemeinsam mit Kayleen (Logan's Mom) und Tiffany (Logan's Schwester) in den Grand Teton National Park gefahren sind.

Dienstag Nachmittag waren sie zurück, und abends habe ich ihnen die Lava Hot Springs gezeigt.

Lava Hot Springs

Während meiner Unizeit Mittwoch stand für meine Eltern ein weiterer Ausflug zu den Shoshone Falls in Twin Falls an.

Mittwoch und Donnerstag richtete die ISU die Bengal Multis aus, ein Mehrkampfmeeting. Allerdings haben Logan und ich dort nur zugeschaut bzw. ein bisschen geholfen, weil wir in der kommenden Woche zu einem großen Meeting nach Los Angeles fahren sollten und dort den Zehnkampf absolvieren sollten.

Freitag Nachmittag stand dann dennoch ein Wettkampf an in Salt Lake City an der University of Utah. Nachmittags um 5 ging es dort los mit Weitsprung, wo ich 6,91m gesprungen bin, dabei aber nicht einmal das Brett getroffen habe! Das waren also effektiv 7,10m!!!
Nach dem 3. Versuch der Serie standen die 110m Hürden an, wo ich mit leichtem Rückenwind eine 15,10s gelaufen bin und damit meine Bestzeit um fast ein halbe Sekunde verbessert habe!
Dann hatte ich noch drei weitere Sprünge im Endkampf. Nach dem Hürdenlauf hat mein Anlauf nicht mehr ganz gepasst, aber im 6. Versuch konnte ich nocheinmal meine Leistung mit erneuten 6,91m bestätigen.
Mein Weitsprung Resultat qualifiziert mich für die Big Sky Conference Championships, während ich mit den Hürden ganz knapp dran bin.

Wir hatten an dem Tag wirklich hervorragende Bedingungen, die Temperaturen haben gestimmt, die Sonne kam raus und es gab einen kontinuierlichen Rückenwind. Dann waren noch meine Eltern als Zuschauer dabei und das hat mich über die Hürden und im Weitsprung richtig zum fliegen gebracht!

Am nächsten Tag ging es nach Ogden, wo wir ein weiteres Meeting an der Weber State University bestritten haben. 10.30 ging es für mich los mit Stabhochsprung und Anfangshöhe 4,25m. Als ich das meinem Pap gesagt habe, ist ihm fast die Spucke weggeblieben. Normalerweise habe ich immer bei etwas 3,80m angefangen, 4,25m war ja auch schon meine Freiluftbestleistung!
Die Höhe konnte ich im zweiten Versuch deutlich meistern und danach die 4,40m, neue Bestleistung und Vogtlandrekord im ersten Versuch.
Die 4,55m habe ich dann leider nicht geschafft, bei den letzten beiden Versuchen hat allerdings nur der Abstand nicht ganz gepasst, die Höhe ist machbar!

Gleich darauf bin ich zum Hochsprung gerannt und habe aus einem improvisierten Anlauf 1,80m Anfangshöhe zwar mit touchieren, aber im ersten Versuch geschafft. 1,85m haben dann im zweiten Versuch auch geklappt, das möchte ich jetzt stabil springen. Allerdings würde ich sagen, mein Bruder Jonas wäre mit der Technik noch nicht einverstanden!

Beim Diskus war ich mit 32,34m nicht ganz zufrieden und zu guter letzt bin ich wieder unsere B-Staffel über 4x400 angelaufen mit einer 50,9s. Allerdings habe ich mich dort ziemlich lahm gefühlt, gegen eine Menge 48 bzw. 49 Sekunden Läufer!

Bilder und Videos (Stab) gibt's hier:
Bilder vom den Wettkämpfen
Stab

Nachmittags bin ich dann mit meinen Eltern wieder gen Salt Lake City gefahren, wo am Sonntag der Heimflug gehen sollte. Auf dem Weg dorthin haben wir Antelope Island besichtigt, die größte Insel im Großen Salzsee, wo es die größte Büffelherde in Utah gibt. Außerdem konnte man dort in den Salzsee waten, das Wasser war zwischen 10 und 15°C warm, da der See so flach ist. Also bin ich ca. 200m in den See hineingelaufen und war dennoch nur bis etwas über die Knie im Wasser. Das war ein gutes Eisbad für meine Beine nach dem Wettkampf!


Sonntag Vormittag haben wir Salt Lake City besichtigt, mit dem Utah State Capitol und dem Temple Square, was das Hauptquartier der Mormonen darstellt. Das war sehr interessant.

Salt Lake und Salt Lake City

Dann haben wir unsere restliche Freizeit noch genossen und miteinander erzählt, bis meine Eltern zum Check-In mussten, denn der Heimflug sollte um 16.50 gehen.

Logan's Auto habe ich im Anschluss wieder nach Pocatello gefahren. Das war schön, endlich mal wieder ein Auto mit Gangschaltung zu fahren! :)

Bei dem Post fehlen noch ein paar Bilder, dummerweise ist mein Online Speicherplatz für Bilder beschränkt und ich muss ein paar ältere löschen, um wieder neue hochladen zu können!
Ich hab es jetzt so gelöst, dass ich zu den Bildern in meiner Dropbox verlinkt habe, sodass ihr Bilder anschauen könnt. Allerdings sind das ein paar mehr als üblich, nicht nur die schönsten. Ich empfehle vor allem die Panorama Bilder!

Chrisi

Dienstag, 17. April 2012

Vogtlandsportgala 2012

Post vom 2.4.2012...bloß vergessen zu veröffentlichen!

Vergangenen Samstag war die Vogtlandsportgala 2012 in Plauen, bei dem die besten Sportler des Vogtlandes im Jahre 2011 ausgezeichnet wurden.

Dank eurer Unterstützung habe ich den dritten Platz erreicht. Zwar konnte ich nicht persönlich geehrt werden, aber mein Trainer Werner Fuchs hat den Pokal in Empfang genommen und an meiner Stelle Diskus Weltmeisterin Franka Dietzsch die Hand geschüttelt.

Ich habe über 1400 Stimmen erhalten, 14 Stimmen mehr und es hätte für mich sogar zu Platz 2 gereicht!

Hier sind 2 Videos von der Gala:

Video 1
Video 2

Außerdem hat mein Bruder Jonas mit seinem Volleyball Team VSV Oelsnitz den Preis für die Mannschaft des Jahres gewonnen und Nicole Groß, ebenfalls von meinem Leichtathletik Verein, den 4. Platz.

Video Ehrung Mannschaft des Jahres


Ich hoffe, dass ich der Auszeichnung gerecht werden kann und mich weiter verbessern kann. Kommenden Freitag steht schon der nächste Wettkampf an, diesmal in Orem, Utah, an der Utah Valley University. Dort hab ich dann hoffentlich auch Unterstützung von meinen Eltern. :)

Christoph

Samstag, 31. März 2012

Ferien und Wettkampf in Nampa

Die letzte Woche standen an der ISU Ferien an, Spring Break! Endlich einmal ein bisschen verschnaufen...

Obwohl ich eigentlich ein bisschen vorarbeiten wollte für die Uni, da kommende Woche Besuch von meinen Eltern ansteht, ist es dazu leider nicht wirklich gekommen.

Stattdessen hab ich die Tage genutzt um meine Reiseplanung für den Sommer ein bisschen voranzutreiben, habe wandernd die Gegend erkundet und endlich mal wieder bis tief in die Nacht lesen und ausschlafen können!

Beim freiwilligen Samstags - Stabhochsprung Training habe ich ein paar Videos aufgenommen und aufnehmen lassen, um meine Stabartistik auch mal visuell zu sehen und herumzuzeigen.

Das Video zeigt einen Sprung über ein 4,30m Gummiseil aus etwas verkürztem Anlauf.
Auch wenn's technisch schon besser aussieht, gibt's doch noch einiges zu verbessern auf dem Weg zu größeren Höhen.

Nachmittags wurde angegrillt bei einer Stabhochspringerin zu Hause, warm genug ist es bei uns ja schon. Wir haben jetzt regelmäßig bis über 20°C.

Beim Wandern am nächsten Tag ging's zum City Creek Trail, quasi entlang des Baches City Creek.

 
Außerdem habe ich mit Logan und Family noch einen Abstecher zu den Lava Hot Springs gemacht und mit Freunden ein paar Filmchen geschaut.

Im Training stand diese Woche dann auch ein kleines bisschen Vorbereitung auf 400m Hürden an. Nachdem wir vergangene Woche schon 200m Hürden Läufe gemacht haben, ging es am Mittwoch über 300m. Nach 220m war ich allerdings erst etwas zu weit weg von der Hürde, habe noch einen Schritt gemacht und war daraufhin viel zu nah dran. Der Versuch des drüberspringens ging schief, als ich mit dem Fuß unter der Hürde eingefädelt habe und abgehoben bin, bevor ich volle Breitseite auf meiner linken Seite gelandet bin. Nach schnellem Aufstehen bin ich die letzten Meter noch fertig gelaufen, aber der Sturz hat mir eine schöne aufgeschürfte Hüfte, Bein und Unterarm gebracht.

Freitag stand dann in Nampa, in der Nähe von Boise, der erste Einzel-Freiluftwettkampf an.
Los ging es für mich mit Speerwurf, wo ich im dritten Versuch 50,23m geworfen habe. Danach bin ich zu den 400m Hürden abgedüst. In meinem zweiten 400m Hürden Rennen stand eine 55,42s zu Buche. Meine Schritte haben relativ gut gepasst zwischen den Hürden, worüber ich sehr froh war, denn ich wollte eigentlich nur nicht stürzen. An der letzten Hürde bin ich zwar beinahe stehengeblieben, was mich auch Platz 2 gekostet hat, dafür hab ich aber dennoch die Big Sky Norm für die Meisterschaften erreicht. (55,50s).
Die weiteren Speerwürfe gingen nochmal in den Bereich 49m, aber ohne Verbesserung und letztendlich Platz 8.
Beim Stabhochsprung lief das Einspringen sehr gut, sodass ich schon auf meinen härtesten (84kg) 4,60m Stab gegangen bin für meine Einstiegshöhe 3,80m.  Allerdings hat der Rückenwind mich zu nah herangetrieben, sodass ich jedes Mal auf die Latte gefallen bin. Salto Nullo. Mit mehr als einem halben Meter Platz über der Latte. Naja. Zumindest weiß ich, dass ich hoch springen kann. Und beim nächsten Mal kann ich meine Bestleistung dann noch deutlicher steigern, als ich es vielleicht heute gekonnt hätte! :)

Am nächsten Tag bin ich noch die 110m Hürden gelaufen und mit 15,66s bei sehr starkem Gegenwind 6. geworden. Das war ein sehr relaxter Tag für mich, da ich ausnahmsweise mal nicht in die 4x400m Staffeln eingeteilt war! Also konnte ich die Sonne genießen, ein paar Fotos schießen, meine Teamkameraden anfeuern und hatte sogar Zeit zum duschen, bevor der Bus wieder gen Pocatello abfuhr.

Ab jetzt stehen jede Woche Wettkämpfe an und ab nächste Woche Mittwoch bekomme ich Besuch aus der Heimat!



Dienstag, 20. März 2012

Zehnkampfsieg in Los Angeles


Vergangene Woche stand der lang erwartete Trip nach Los Angeles an für den ersten Freiluftwettkampf der Saison. Dafür ging es Dienstag Nachmittag los bis Mesquite an der Grenze von Utah und Nevada, ca. eine Stunde von Las Vegas. Nach einem Auflockerungsläufchen am Abend, hieß es am nächsten Morgen 7 Uhr aufstehen und ins Auto, zum Frühstück nach Las Vegas!
Also sind wir über den Strip gefahren und ich konnte ein paar Fotos schießen, gefrühstückt haben wir in einem Casino, das aussah wie ein Märchenschloss.
Hier ein paar Eindrücke von Las Vegas:
Im Märchenschloss Casino gab's Frühstück
Evtl. lade ich später noch weitere Bilder hoch, aber mir wurde gerade angezeigt, dass ich den maximalen Speicherplatz für meinen Blog erreicht habe, ich werde mal ein paar ältere Einträge etwas bereinigen.

Danach ging es weiter Richtung Los Angeles, wo wir nachmittags ankamen und in das Hilton eingecheckt haben. 
Hilton klingt zwar wahnsinnig teuer, aber es war nicht das weltweit bekannte Hilton Hotel. 
Dann ging es zum Stadion der California State University Northridge (CSUN) im Norden von Los Angeles, wo das Zehnkampfmeeting stattfinden sollte, zum auflockern und an die Bahn gewöhnen.
Beim Abendessen hab ich dann die Meeresnähe genossen und mir seit langem mal wieder leckeren Fisch bestellt.

Am Donnerstag zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und rechtfertigte die lange Anreise für den Wettkampf, denn in Pocatello war es zu dem Zeitpunkt nur knapp über dem Gefrierpunkt.
Mit über 20°C und Sonnenschein perfektes Leichtathletik Wetter für die Zehn- und Siebenkämpfer. 

Mit 20 Teilnehmern ging es in die erste Disziplin, die 100m. Nach guten 11,64s mit schlechtem Start ging es zum Weitsprung. Meine Oberschenkel waren nach den 100m etwas müde, so dass ich ein paar Beschleunigungsprobleme hatte. Den ersten Sprung habe ich einigermaßen auf's Brett bekommen mit 6,53m, die beiden folgenden waren weit aber knapp ungültig, da sich meine Beine zu dem Zeitpunkt wieder erholt hatten und ich immer schneller wurde.
Nach zwei Disziplinen lag ich erstmals auf Platz 3. Nach 11,16m im Kugelstoßen aus Versuchen bei denen ich jeweils ein was gut gemacht habe, allerdings das jeweils andere nicht geklappt hat, stand der Hochsprung auf dem Plan. Der sollte nun endlich einmal funktionieren. Nach einem tollen Sprung über 1,83m im dritten Versuch bewältigte ich dann auch die neue Bestleistung von 1,86m. Bei 1,89m hätte ich ein bisschen länger halten müssen. Aber es geht auf jeden Fall vorwärts.
Die 400m liefen ebenfalls sehr gut, die drittschnellste Zeit des Wettkampfes, 50,71s bedeutete neue Bestzeit , und Platz 3 nach Abschluss des ersten Tages mit 3444 Punkten. Logan Henderson von der ISU lag auf Platz 5 und Nate, unser Coach auf Rang 8.

Am zweiten Tag ging es 10 Uhr mit den 110m Hürden los, 15,71s waren mit etwas schwereren Beinen ganz in Ordnung und die drittschnellste Zeit im Feld. Technisch hab ich mich aber nicht ganz so wohl gefühlt und konnte nicht alles umsetzen was ich mir vorgenommen hatte.
Im Diskus stand mit 33,99m eine neue Bestleistung zu Buche, nachdem sowohl im Einwerfen alle sowie die weiteren Versuche im Netz gelandet sind.
Dann ging es zum Stabhochsprung, nach geraumer Wartezeit bis zur Einstiegshöhe 3,75m ging es problemlos über die nächsten Höhen, bei 4,25m musste ich in den 3. Versuch, konnte dann aber mit einem klasse Sprung diese Höhe bewältigen. Bei dem Sprung habe ich das erste Mal bewusst versucht mich noch nach oben vom Stab abzudrücken vor der Lattenüberquerung, sodass ich deutlich über der Latte war. Bei 4,35m musste ich nach zwei Versuchen vom 4,60m/79kg auf den zwei Härten härteren 4,60m/84kg Stab wechseln, weil mein Absprung und Einstich dann endlich besser geworden ist. Der Stab hat mich richtig hoch rauskatapultiert, sodass ich meilenweit über der Latte war, dann aber leider draufgefallen bin.
Nach 3h Stabhochsprungwettkampf ging es auf Platz 2 liegend zum Speerwurf, wo ich 50,93m aus 7 Schritten geworfen habe. Mein bester Versuch aus langem Anlauf war dann 50,61m. Meinen Stemmschritt kann ich mit mehr Geschwindigkeit noch nicht richtig umsetzen.
Nach dem Speerwurf hatte ich als einzigster die 6000 Punkte übertroffen und die Führung übernommen. Die 1500m brachten wieder eine Bestleistung mit 4:45,90min, die reichten um Verfolger und guten Ausdauerläufer Logan im Klassement auf Distanz zu halten.
Mit 6688 Punkten steht ein neuen Kreisrekord zu Buche und die 7000 Punkte kommen näher.  Auf Platz 2 und 3 mit knapp 6597 und 6592 Punkten kamen Logan und Nate, danach folgten die nach dem ersten Tag führenden CSUN Mehrkämpfer.

Glücklich ging es dann auf die unbequeme 14-stündige Heimfahrt nach Pocatello. Nach ein paar Stunden haben wir die Rückbank umgeklappt und uns auf den Taschen und der Rückbank hingelegt...

In zwei Wochen steht der nächste Freiluftwettkampf an, diesmal in Boise, Idaho’s Haupstadt.

Heute (22.3.12) wurde ich als Bengal Athlete of the Week ausgezeichnet, also Sportler der Woche an der Uni, für meinen Zehnkampferfolg letzte Woche!
Bengal Athlete of the Week 

Christoph

Sonntag, 11. März 2012

Outdoors

Während der letzten beiden Wochen standen keine Wettkämpfe an, sodass ich auch mal wieder etwas außersportlich (oder zumindest andere sportliche Aktivitäten neben der Leichtathletik) unternehmen konnte.

So ging es vergangenes Wochenende nach Pebble Creek, dem nahegelegensten Skiberg, der bis zu 3000m hoch reicht. Die Tage zuvor hatte es in Pocatello jeden Tag mal einen Zentimeter geschneit, allerdings in Pebble 30cm, sodass Logan (mein Zehnkampfkollege) und ich optimale Bedingungen hatten.

Logan ist schon seit ein paar Jahren nicht mehr Snowboard gefahren und wir hatten beide ziemlichen Muskelkater, da wir in den vorangegangen Tagen, nunmehr ohne anstehende Wettkämpfe, wieder voll in das Krafttraining eingestiegen sind. Also hat uns ein Halbtagesticket gereicht, danach gab es leckere heiße Schokolade verschiedener Geschmacksrichtungen bei ihm zu Hause. Den Rest des Tages haben wir bei ihm im Haus verbracht mit verschiedenen Spielen, leckerem Abendessen und ein bisschen Ukulele Unterricht für mich! :)
Am nächsten Tag stand hab ich dann die Kletterwand in unserer Turnhalle mal ausprobiert (kostenlos! für ISU Studenten). Abends ging es zu FCA, Fellowship of Christian Athletes, wo wir jeden Sonntag zusammensetzen, erzählen, spielen, manchmal auch Bibelverse lesen usw. Das ist immer eine sehr entspannte Atmosphäre und einige meiner Freunde vom Leichtathletik Team gehen dort mit hin.

Montag hatte dann der Wettergott beschlossen, lasst es warm sein! Bis 15°C gingen die Temperaturen hoch, in der Sonne (die ununterbrochen schien) waren es 20°C, sodass wir im T-shirt draußen trainieren konnten. Das resultierte in einem schönen Sonnenbrand für die meisten, der besonders interessant war angesichts der Tatsache, dass es am nächsten Tag einen Temperatursturz auf -5°C gab sowie wieder mal Schnee!

Die restlichen Tage der Woche ging es dann stetig bergauf, sodass wir perfekte Trainingsbedingungen hatten. Gestern hatten wir deswegen ein freiwilliges Zusatztraining, um das Wetter zu nutzen, und danach hab ich mit Jake, Hayli und Gretchen im Stadion Mittag gegessen und die Sonne genossen.
Nachmittags stand das Finale der Big Sky Championships im Frauen-Basketball an, bei unsere Mädels vor mehr als 2000 Zuschauern den Titel geholt haben und nun zu den Nationalen Meisterschaften fahren dürfen.

Heute bin ich mit einer Freundin aus Pocatello wandern gegangen und hab mir einen schönen Aussichtspunkt zeigen lassen. Dafür hab ich das erste Mal meine Winter/Wanderschuhe eingesetzt, da der Winter hier dieses Jahr leider ziemlich ausgeblieben ist. Auf jeden Fall sind sie bequem und stabil. :)

Blick auf Pocatello (weiß in der Mitte ist Holt Arena)
Der Berg war unser Wanderziel

Callie's Hund Edgar hat den Aufstieg auch bewältigt...!
Ein bisschen Kletterei war auch dabei

Im Hintergrund ist das American Falls Reservoir, ein Stausee, aber leider schlecht zu erkennen.

Auf dem Gipfel
Kommende Woche geht's nach Los Angeles. Dienstag Nachmittag fahren wir los über Las Vegas und haben Donnerstag und Freitag Wettkampf.

Liebe Grüße