Freitag, 21. Oktober 2011

Oktoberfest

Diese Woche standen bei uns die ersten Tests und Wettkämpfe an, bei denen wir quasi intern jeweils gegen den Rest unseres Teams angetreten sind. Nachdem wir die ersten 4 Wochen viel Krafttraining und Konditionierung gemacht haben, gab es danach eine kurze Auffrischung der technischen Disziplinen um das kühler werdende, aber noch schöne, Wetter zu nutzen und beim "Oktoberfest" vergleichbare Werte erzielen zu können. Ab kommender Woche gehts dann wieder zurück zur Konditionierung.

Beim Oktoberfest gab es diese Woche Montag bis Mittwoch verschiedene Einzeldisziplinen und Donnerstag/Freitag stand Zehn- bzw. Siebenkampf auf dem Programm.

Montag hab ich mich beim Dreisprung beteiligt und mit 13,48m aus verkürztem Anlauf war ich ganz zufrieden. Außerdem wurden 20yard Tiefstarts, fliegend und fliegend mit Stabhochsprungstab gefilmt und bezüglich Geschwindigkeit, Schrittlänge, Vergleich zur optimalen Schrittlänge ausgewertet.

Dienstag hab ich Speer geworfen (49,87m) und war damit erstmal ganz zufrieden, weil die Technik nicht wirklich überragend war. Dann hab ich mich noch an den 400m Hürden versucht und bin mit ner 58,0 eine recht gute Anfängerzeit gelaufen. Allerdings die meiste Zeit mit meinem schwächeren Hürdenbein, sodass ich mich dort sicherlich noch steigern kann.

Mittwoch war relaxing angesagt vor unserem großen Zehnkampfauftritt. Also hab ich nur aus Spaß ein bisschen Hammer geworfen (ca. 17m) und mich auchmal an einer Drehung probiert. Abends stand dann noch Intramural Volleyball auf dem Programm, was allerdings recht unintensiv war und zum lockern nicht schlecht.

Nach 11 h Schlaf zu Donnerstag (an dem Tag hab ich keine Uni) ging dann der Zehnkampf nachmittags um 2 los. Die 100m liefen richtig gut mit 11,63s (Bestzeit 11,60s, 3.beste Zeit der Zehnkämpfer hinter Garrett und Justin). Die Zeitnahme wurde mittels Video realisiert, das Starter und Läufer zeigt, wo dann die Zeiten entnommen wurden.
Weitsprung 6,59m war gut (2. hinter Justin), allerdings hab ich nur einen Sprung erwischt und bin danach auch schon wieder langsamer geworden. Kugel war ok mit 10,88m (3. hinter Nate und Justin), das war das Beste was ich hier bisher zustande gebracht habe, ich glaub jetzt weiß ich ungefähr was ich besser machen muss.
Hochsprung danach war nicht ganz zufriedenstellend, 1,80m war zwar besser als meine anderen Zehnkämpfe dieses Jahr, aber 1,85m war locker drin, wenn ich ein bisschen mehr steige bzw. ein bisschen länger Brücke baue. Allerdings haben wir Hochsprung auch nicht wirklich trainiert, seit ich hier bin. Unser Coach Nate sprang 1,90m und Justin 2,00m.
Die 400m danach liefen super, die ersten 200m war ich ein bisschen unsicher ob ich denn meinen Coach überholen soll, den ich eigentlich schneller eingeschätzt hatte, allerdings konnte ich dann nochmal beschleunigen und mit ner 51,1s  neue Bestzeit laufen. Mit der Zeit war ich 4. schnellster (hinter Garrett, Logan und Justin) und nach dem ersten Tag zweiter hinter Justin mit 3374 Punkten (Bestleistung). Gegen 16.45 waren wir fertig, also die üblichen 30min zwischen jeder Disziplinen waren hier nicht existent, sondern es wurde gleich mit der Erwärmung für die nächste Disziplin begonnen.

Nach einem entspannenden 15min Eisbad in 15°C kalten Wasser (nur mit den Beinen) zur Lockerung hab ich dann wieder ziemlich viel geschlafen (nachdem ich meinen Aufsatz über die positiven Auswirkungen von Schlaf auf Gesundheit (und indirekt auch Leistungsfähigkeit) geschrieben hab, versuch ich das auch manchmal umzusetzen! ;)).
Für die Hürden nachmittags um 1 musste ich zwar meine Informatik Vorlesung sausen lassen genauso wie das Mittagessen, dafür gabs aber nen halben Protein Riegel und nach den Hürden noch was kleines. Die Hürden liefen ok, das haben wir hier bisher am regelmäßigsten trainiert, mit ner 15,68s war ich ganz zufrieden und 2. hinter Nate. Diskus 31,15m war das Beste was ich hier bisher geworfen hab, also auch gut. Mittlerweile war ich 3. in der Gesamtwertung, da Nate deutlich weiter geworfen hat.
Stabhochsprung dann begann für mich mit ner Zitterpartie, für meine Einstiegshöhe 3,30m hab ich 3 Versuche benötigt, da ich relativ lange warten musste. (Los gings bei 2,10 für Stephen und er hat bis 3,45 durchgezogen). Danach gings wesentlich besser, 3,45m, 3,60m und 3,75m waren im ersten Versuch kein Problem. Mittlerweile bin ich vom 4,60m/ 73kg auf den 75 kg Stab umgestiegen. Bei 3,90m hab ich zwei Versuche benötigt aber dann die Höhe doch sicher "cleared", indem ich richtig gut mich am Stab kopfüber hochgezogen hab. Bei 4,05 hab ich das dann leider nicht mehr so gut hinbekommen, bin aber jeden Versuch auf nen 5 Pfund härteren Stab gewechselt und war auch drüber, allerdings ist die Latte jedes Mal leicht touchiert gefallen. Billy und Nate waren hier die einzigen über 4,05m und ich hab ca. 100 Punkte mehr gemacht als bei meinem letzten Zehnkampf.
Speerwuf dann lief richtig gut, im ersten hab ich 52,71m rausgehauen, nachdem ich einfach bisschen weiter aufgedreht habe vor dem Wurf und so einen längeren Beschleunigungsweg. Allerdings konnte ich den gerade so halten, ich kniete dann quasi vor der Linie mit den Fingerspitzen 2cm davon entfernt!) Mit 49,08m und 51,13m war ich sehr zufrieden und das erste Mal Disziplin Sieger. Und auch, was ich nicht erwartet hatte, überraschend wieder zweiter in der Zehnkampfwertung hinter Nate und vor Justin.
Über 1500m bin ich dann mein übliches Tempo angegangen, allerdings konnte ich das diesmal nicht durchhalten und wurde dann von Justin, Nate, Logan und Jacob D. geschluckt, sodass ich meinen 2. Platz um etwa 20 Punkte eingebüßt habe. Mit 4:57,2 hab ich auf etwa 4:43min zu viele Punkte verloren.
Mit 6422 Punkten war ich dennoch sehr zufrieden, da das auch neue Bestleistung bedeutet und (evtl. Kreisrekord?).
Coach Nate erreichte etwa 6600, Garrett auf Platz 4 scored 6048 und Billy etwa 5800. Danach geht es bis 4100 runter, allerdings auch weil wir einige Zehnkampfneulinge dabei haben, die schlicht und einfach noch nicht die technischen Vorraussetzungen in einigen Disziplinen haben bzw. auch nicht die konditionellen und läuferischen. Jacob Z., mit dem ich mich im Track Team am besten verstehe, hat z.B. noch nie zuvor Krafttraining gemacht und auch kaum Tempoläufe oder ähnliches, sodass er zurzeit einige Probleme mit seinen Schienbeinen hat und deshalb bei allen Laufdisziplinen ganz schöne Probleme. So wie's aussieht, werde ich Weihnachten bei ihm verbringen in Nord Idaho. Dort ist zwar nicht so viel los, aber dort wohnen auch ein paar andere Freunde nicht so weit weg, sodass das doch recht lustig werden kann.

Wegen evtl. Weihnachtspaketen/ Karten, ich bin auf jeden Fall bis etwa 15./16.12. in Pocatello unter folgender Postadresse erreichbar:

Christoph Lange
921 S. 8th Avenue, Stop 8611
Nichols Hall 305
Pocatello, ID 83209


Dienstag, 18. Oktober 2011

Yellowstone National Park!!!

Nach all der Vorfreude auf den Yellowstone Nationalpark kann ich nun auch von mir behaupten: Ich war im ersten Nationalpark der USA!
Und es hat sich gelohnt! Ich würde auch noch einmal hinfahren, die Natur war so einzigartig und Baden in heißen Quellen sowieso. Außerdem hab ich auch noch nicht alles gesehen in eineinhalb Tagen.

Aber fangen wir erstmal mit der Hinreise an. Es sollte am Samstag um 9 im Kleinbus der Uni losgehen und eh ich mich versah hat der auf um 8 gestellte Wecker aufgehört zu klingeln...und ging auch nicht wieder an. 9.03 bekam ich dann einen Anruf von Hjalmar, der wissen wollte, wo ich denn bliebe. Nachdem ich ihm versichern konnte, dass ich 15 min später an Ort und Stelle bin, war der Reiseleiter Ben beruhigt und ich hab mich beeilt, aus den Federn zu kommen.

Im Bus hab ich festgestellt, dass ich nicht der einzige Deutsche an Bord bin, es war noch eine gebürtige Görlitzerin mit ihrem Verlobten Amerikaner unterwegs...Sie hat letztes Jahr ein Semester an der ISU studiert und dort anscheinend ihren Mann für's Leben kennengelernt, jetzt will sie an der TU Dresden noch ihre Masterarbeit fertig schreiben und dann in den USA auf Jobsuche gehen!

Gegen Mittag kamen wir dann am Campingplatz in Madison an, haben schnell
Mittag gegessen und sind abgedüst zum Old Faithful, der wohl bekanntesten Attraktion des Nationalparks. Auf dem Weg dorthin haben wir noch an einigen heißen Quellen und Geysiren halt gemacht und schöne Fotos schießen können. Büffel gibt es im Yellowstone noch einige, genauso wie Elche, riesige Raben (die Cookies aus meinem Rucksack klauen wollten) und Bären. Letztere haben wir leider nicht gesehen.

Mein Lieblingsbild: Büffel vor einem "heißen Fluss" im Yellowstone NP
Das sieht einladend aus, ist aber mit 57°C etwas zu heiß zum Baden!

Old Faithful an sich sieht ohne Wasser relativ unspektakulär aus, der Geysir qualmt zwar ständig aber rundherum gibt es noch 50 andere viel interessanter aussehende Wasserspeier! Die nächste Eruption war für 1h später angekündigt, sodass wir uns ersteinmal einiges Wissenswertes angeschaut haben im Visitor Center. Als es soweit war, standen ungefähr 200-300 Leute rund um den Geysir, mit der Kamera im Anschlag. Ich wollte ein kleines Video vom Start drehen, allerdings hat sich der Geysir einfach nicht ausgekäst und erst mit 10 Minuten Verspätung Wasser gespuckt!

Anemone Geysir
Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir noch an den Grand Prismatic Springs halt gemacht, die das wohl bekannteste Bild von Yellowstone darstellen - allerdings von oben betrachtet. Vorbeilaufend konnten wir dennoch tolle Fotos mit sonnendurchschienenen Dampfwolken machen und eindrucksvoll war es auf alle Fälle!
mit Hjalmar bei den Grand Prismatic Springs

Ich, Jennie, Hjalmar, Caren (3 Schweden), Yran (Chinesin) vor den Grand Prismatic Springs
Excelsior Geysir...erst 1985 in der Form entstanden durch eine Explosion
so sieht's von oben aus ohne Dampf
wundervolle Farben und Landschaften
Little Prismatic Spring
Grand Prismatic Spring

Abends saßen wir bei merklich abkühlenden Temperaturen noch lange am Feuer und haben interkulturellen Austausch betrieben mit 4 Schweden, 2 Deutschen und 1 Chinesin und 4 US - Amerikanern.

Vor Sonnenaufgang war eine Tour zum Grand Canyon of the Yellowstone geplant, allerdings gab es keinen Sonnenaufgang, diese blieb einfach hinter den Wolken verborgen während wir bei weniger als 5°C den Canyon besichtigt haben!

Nach dem folgenden Frühstück und Zeltabbau ging es zu den Mammoth Hot Springs, wo Baden in heißen Quellen angesagt war! Die heiße Quelle am "Boiling River" bildete einen parallelen Fluss der stufenweise als Wasserfall in den eigentlichen Fluss mündete. Das führte dazu, dass alle  Wassertemperatur zwischen 50°C und 8°C verfügbar waren, man musste nur die passende Stelle finden oder einfach hin und her springen...das hat gefetzt!
Während wir badeten, fing es an zu regnen, allerdings hatte niemand wirklich Lust rauszugehen, sodass die meisten Sachen nass geworden sind, was die Abreise danach doch erheblich beschleunigt hat. So haben wir nur noch einen kurzen Zwischenstopp an den Kalkterassen gemacht und sind dann gen Pocatello zurückgefahren.
Mammoth Kalk Terassen
Mein Planschbecken
Das war die eigentliche heiße Quelle, die das warme Badewasser ausgespuckt hat
Hinten: Reiseleiter Ben, Ryan, Corey und Anne aus Deutschland
Ich, Hjalmar und Megan
Just relaxing!
Hot Springs inklusive Wasserfall

Den Regen haben wir gleich mitgenommen und Pocatello hat auch mal wieder etwas Feuchigkeit abbekommen!

Von den 700 Bildern des Wochenendes hab ich gestern abend ersteinmal gut 250 gelöscht, sodass ihr nicht die ganzen Schlammvulkane ohne Blasen sehen müsst. (Mit einer Bilderserie hab ich versucht, den Schlammvulkan "blubbernd" zu erwischen!)

Für ein intensiveres Bilderlebnis von meinem Yellowstone Wochenende, könnt ihr auf folgendem Link vorbeischauen: Yellowstone Oktober 2011

Diese Woche haben wir Intra-Squad Competition, also jeden Tag 1-2 Disziplinen für mich und Donnerstag Freitag Zehnkampf. Heut hab ich das erste Mal seit Juli wieder Dreispung gemacht, mit 13,48m aus halbem Anlauf war ich ganz zufrieden. Danach stand noch ein Spiel mit der Leichtathletik Team - Volleyball Mannschaft in der Unimeisterschaft an, welches wir gewonnen haben. Langsam bessert sich unsere Bilanz nachdem die ersten beiden Spiele verloren wurden.

Heute (Dienstag) hab ich mit 49,87m den zweiten Platz gemacht hinter unserem Zehnkampf Trainer Nate und bin bei meinem ersten 400m Hürden Lauf mizt 58,0s Vierter geworden. Allerdings bin ich die meiste Zeit mit dem falschen Bein über die Hürden, vielleicht geht das das nächste Mal schneller, wenn ich es nur schaffe einen konstanten Rhythmus aufrechtzuerhalten.

Bis demnächst!
Chrisi

Montag, 17. Oktober 2011

Mein Bewerbungsvideo

Aller Anfang um in die Staaten zu gehen war ja bekanntlich die Bewerbung. Wer das Video dazu noch nicht gesehen hat, kann sich's ja mal anschauen. Auch wenn der Akzent im Vergleich zu jetzt schon teilweise lustig klingt!

Video

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kommentare und Stabhochsprung

Ich hab jetzt endlich mal die Stelle gefunden, wo Kommentare für Jedermann authorisiert werden (danke Jonas - Blog). Also es kann jetzt jeder Leser Kommentare erstellen und man braucht nicht unbedingt ein Google Konto dafür!

Heute haben wir Hürden und Stabhochsprung trainiert, diese Woche bereiten wir uns für den ersten Test - Zehnkampf kommende Woche Donnerstag/Freitag vor. Der Stabhochsprung hat richtig Laune gemacht, Sprunghöhe war 3,90m und ich bin bei jedem Sprung drüber gekommen (und hatte teilweise sogar Zeit die Latte von oben zu begutachten...). Das Wetter hat dabei allerdings verrückt gespielt, von Nieselregen und knapp 15°C zu Sonne und knapp 20°C, zurück zu Nieselregen, dann gabs wieder Sonne und plötzlich kamen dicke Gewitterwolken mit nem 10 minütigen Hagelschauer und Sturmböen! Währenddessen sind wir aber dennoch weiter gesprungen, sodass der 14 Schritt Anlauf mehrfach korrigiert werden musste!


Meine Zehnkampfkollegen waren auch gut drauf, 4 Leute schaffen es auf jeden Fall über 4m, der Rest braucht noch etwas mehr Training.
Nach den technischen Disziplinen standen noch zwei Läufchen an, 200m in 400m Tempo (quasi 98% Sprint) und 350m, wobei die letzten 150m volle Power angesagt war. In der Gruppe macht das echt richtig Spaß, da jeder einen Partner hat, an dem man sich orientieren bzw. mit dem man kämpfen kann. Das ist nicht zu vergleichen mit dem Training allein zu Hause.

Kommendes Wochenende geht es zum Yellowstone Nationalpark, freut euch auf tolle Bilder!

Chrisi

Montag, 10. Oktober 2011

Boise

Nächstes Wochenende geschafft und wieder unterwegs...!

Vergangenes Wochenende stand ein Trip nach Boise, der Hauptstadt Idaho's auf dem Programm. Gemeinsam mit den beiden anderen Deutschen Jonas und Wladimir ging es in Jessica's Auto am Freitag Nachmittag los. Nach 4h Fahrt waren wir gegen um 9 bei Jessica's Haus und durften uns das erste Mal seit Abreise in einer Küche zu schaffen machen. Bei mir gabs lecker Rührei, Wladimir bevorzugte Spiegelei...und wir waren beide happy! Endlich mal wieder selbstgekochtes Essen! Lecker! :)

Unsere Unterkunft für das Wochenende
Bei der Ankunft in Boise haben wir auch das erste Mal einen Mormonentempel gesehen. Die Mormonen sind zwischen Boise über Pocatello bis Salt Lake City sehr stark vertreten und ich hab auch schon einiges darüber gelernt.

Mormonentempel


Wladimir und Jonas (beide schon über 21) ham sich dann in den Club verabschiedet und gefeiert, ich durfte mich nach ner DVD auf der Couch ausstrecken und von 3 Katzen im Haus ab und an wecken lassen...;)
alle wach?

Am nächsten Tag haben wir dann nachdem alle allmählich aufgewacht waren und gefrühstückt hatten unser Tennis Team besucht, die auf dem Campus der Boise State University ein Turnier hatten.

Boise State Football Stadium

Danach gings mal wieder in die Mall...Shopping angesagt! Ich glaub ich hab jetzt einen neuen Lieblingsladen: Hollister. Den gibt's in Deutschland ganze 4 Mal und die Warteschlangen dort sollen immer 20 Minuten sein...
Auf jeden Fall gab's dort ein paar schöne Sachen zu günstigen Preisen!

Danach stand Abendessen in Jessica's Familie an, ein Großelternpaar und eine Tante mit 4 Kindern waren mit im Haus zu Gange, deswegen hat sich einfach jeder etwas Chicken und Nudeln genommen und sich im Raum verteilt zum Essen.

Am nächsten Tag haben wir noch (kurz) zwei hübsche Parks in Boise angeschaut (Ann Morisson und Albertson) und sind dann wieder abgedüst in Richtung Pocatello.
Ich, Jonas, Wladimir und Jessica im Albertson Park


Jessica, Wladimir und Jonas im Albertson Park

Die größte Goldkiefer der Welt

Ich durfte das erste Mal seit 7 wochen wieder Auto fahren....und das gleich ganze 230 Meilen! :)
Allerdings ging es dabei hauptsächlich darum, das Steuer gerade zu halten, denn die Interstate 84 ist nicht wirklich anspruchsvoll, wie die meisten amerikanischen Straßen. Mit Tempomat und 82 mph (75 sind erlaubt, aber ähnlich wie in Deutschland passiert bis 7 Meilen mehr nix) überquerten wir mehrfach den Snake River, der an einigen Stellen schöne Canyons bildet, aber die meiste Zeit war Wüste mit Bergketten (und Schneebedeckten Gipfeln) zu sehen.

Die Tage zuvor gab es nämlich einen ordentlichen Temperatursturz. Donnerstag waren maximal 5°C und die Hügel um Pocatello alle schneebedeckt. Das Outdoor Hürdentraining wurde leider kurzerhand in ein Indoor Treppentraining umgewandelt, sodass wir in der Holt Arena 15 Minuten lang jede (und ich meine auch wirklich jede) Treppe hochgerannt. Das waren ungefähr 15 Aufstiege à 80 Stufen im Laufschritt!
Freitag stand dann ein kleines Ausdauerprogramm an, 1200m, davon sollte jede Runde schneller gelaufen werden. Da ich als einziger eine Stoppuhr dabei hatte, durfte ich Tempomat spielen für die schnellere Gruppe. Im Endeffekt sind wir 88, 79 und 70 Sekunden gerannt pro Runde, und das mit Spaß an der Sache!

Das Wetter hat auch ein bisschen meine Entscheidung beeinflusst, mit nach Boise zu fahren, dort ist es nämlich im Schnitt 5°C wärmer! Wir hatten dort bis zu 20°C, also es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Die Uni ruft morgen auch mal wieder...

Dienstag, 4. Oktober 2011

Homecoming Week


Vor dem Homecoming gabs noch eine kleine Tour in die Berge (beim Scout Mountain). Mit dem Jeep von einem Leichtathletik-Kumpel sind wir die Berge hoch und runter gefahren...im wahrsten Sinne des Wortes. Die Amis nennen das Off-Roading und fahren mit ihren Jeeps quer durch die Wildnis bzw. waren wir die meiste Zeit auf einem Moto-Cross Pfad unterwegs, wo unsrer Jeep geradeso draufgepasst hat.
Bei einem kleinen Zwischenstopp sind wir noch auf einen Felsen hochgekraxelt, dummerweise hatte ich zu dem Zeitpunkt nur Flip Flops an...hochgekommen bin ich trotzdem!






Vergangene Woche stand Homecoming auf dem Programm. Durch meinen Englisch - Aufsatz (Wie beeinflusst Sport Schlaf und damit Gesundheit?) kam ich unter der Woche allerdings zu nicht sehr vielen Aktivitäten.
Aber Abends konnte ich mir doch meistens frei nehmen, sodass ich am Mittwoch beim Bonfire (ähnlich Höhenfeuer mit bisschen Partymusik) war, Donnerstag abend gings dann tanzen. Manche sind dort richtig mit Ballkleidern aufgekreuzt, im Endeffekt war's aber doch eher Discomusik von 7-10, zu der ich aber auch ein bisschen Cha-Cha-Cha und manche andere Tänze hingebracht habe.

Freitag Abend stand: Becoming a true Bengal auf dem Programm. Dort gings auf den Red Hill, wo man den besten Blick auf die Stadt hat. Mitternacht sollte man dann die entsprechende Säule berühren, wovon jede für ein Jahr des Studiums steht und gleichzeitig jemand küssen...allerdings hatte ich dafür niemand zur Hand!

Samstag war dann die Homecoming Parade, ganz lustig aber nicht wirklich der Riesenbrüller. Es gab einen Haufen bunter Autos und Kostüme, bei 30°C und Aufenthalt in der Sonne waren die zugeworfenen Süßigkeiten aber nicht wirklich hilfreich!





 
Danach gings mit orange-schwarz getöntem Haar zum Homecoming Football Game, Idaho State spielte gegen Portland State, das einzige Team das sie in den letzten Jahren regelmäßig geschlagen haben. Doch dieses Jahr gings in die Hose, 35-42 war der Endstand, der Sieg wäre mit einem mehr gefangenen Touchdown drin gewesen.

Nach dem Spiel sind wir im "Kiwi Loco" (verrückte Kiwi) Eis essen gegangen. Das war sehr leckerer "Frozen Yogurt", wo man dann selbst mit Früchten, Süßigkeiten, Soßen garnieren konnte. Mjammi!
Danach hab ich noch ne Ausfahrt in die Berge rund um Poky bekommen, wo ich ein paar schöne Bilder schießen konnte!






Samstag Abend gings dann noch zur Track - Party (war in nem Haus wo mehrere Leichathleten (= Track People ;)) wohnen). Dort gabs gute Musik und da es auch noch schön warm war, konnte man auch in den Tanzpausen rausgehen. Allerdings gabs auch Alkohol und als die Polizei vorbeifuhr wurden alle U21 angehalten möglichst zu verschwinden. Wir sind danach aber wieder rein, nachdem uns andere überzeugt haben, dass die Polizei gar nicht ins Haus gelassen werden muss und man da auf jeden Fall sicherer ist, als wenn man draußen rumläuft und alkoholverdächtig aussieht. Getrunken hab ich sowieso nix, aber andere dafür umso heftiger.

Sonntag sind wir mit Freunden zum Shoppen und Sightseeing nach Idaho Falls gefahren, was die nächste größere Stadt ist (45min Fahrt). Dort hab ich mir Winterschuhe gekauft, dass ich hier auch über die Runden komme, nach 30°C heute soll am Donnerstag die Höchsttemperatur 7°C sein! Und Schnee gibts hier im Winter auch genug. Allerdings hab ich mich noch nicht entschieden, wie denn meine Weihnachtsferien aussehen und ob ich denn mal Skifahren gehe oder eher ein Roadtrip Richtung Kalifornien ansteht!
Die Wasserfälle, nach denen Idaho Falls benannt sind, wären sehr schön, wenn nicht eine künstliche Barriere davor gebaut wäre, um das Wasser für das Kraftwerk anzustauen.





Das Training diese Woche war zum ersten Mal Zehnkampfspezifisch, im Endeffekt hab ich schon zwei Mini-Zehnkämpfe hinter mir, da wir Montag und Donnerstag je Sprints, Weitsprung, Kugel und Hochsprung gemacht haben, Dienstag und Freitag stand Hürde, Diskus, Stab auf dem Programm und Mittwochs Speerwurf und Ausdauer (Cemetary Run (knapp 5km). Donnerstag gabs zur Erwärmung Mini Kenya, da gings mal wieder in die Hügel aber nur für 10min.
Im Endeffekt fangen die Zehnkämpfer (wir sind 15 Mann allein im Zehnkampfteam!) immer eine halbe Stunde früher an und sind eine halbe Stunde später fertig als der Rest des Leichtathleitk - Teams!

Montag und Donnerstag stand hauptsächlich Oberkörper und Dienstag und Freitag die Beine auf dem Kraftprogramm. Die Trainingseinheiten dauern jetzt im Schnitt 2h und danach gehts noch für eine knappe Stunde in den Kraftraum. Das Abendbrot geht dann mit Schokomilch los, um die Proteinspeicher wieder zu füllen.

Wir werden hier alle ganz schön rangenommen, aber in der großen Gruppe machts wirklich Spaß!

So bis zum nächsten Mal!