Nach einem anstrengenden, aber erfolgreichen Wochenende melde ich mich wieder aus Pocatello.
Die Meisterschaften in Flagstaff, Arizona brachten eine neue Siebenkampfbestleistung mit 5082 Punkten sowie Platz 4 und einen 7. Platz im Dreisprung mit 13,86m.
Für den Wettkampf sind wir schon am Mittwoch gegen Mittag losgefahren, denn die Northern Arizona University (NAU) ist nicht gerade nahe Pocatello, sondern fast einmal vom Norden der USA in den Süden! So sind wir am Mittwoch 9h gefahren bis Page, Arizona und am Donnerstag nochmal 2,5h bis Flagstaff. Dort sind wir am Grand Canyon vorbeigekommen, aber mehr als entfernte Bilder aus dem Bus kann ich euch leider nicht anbieten.
Sobald wir in unser Hotel eingecheckt haben, ging es zum auflockern und akklimatisieren in den Walk Up Sky Dome der NAU, wo wir ganz kurz mal alles probiert haben, insbesondere ein bisschen Hürdentraining und ein paar kurze Stabhochsprünge. Am nächsten Morgen ging es für die Mehrkämpfer zeitig los, Beginn war 9.15. Das Starterfeld von 12 Teilnehmern bestand aus 5 ISU Athleten, 3 Montana State Sportlern, 3 Startern von der Eastern Washington University, sowie einem Teilnehmer von Sacramento State.
Die 60m in 7,47s waren in Ordnung, aber hatte ich mir eigentlich etwas schneller vorgestellt.
Der Weitsprung danach lief gut, 6,71m im zweiten Versuch (mit mehr als 20cm verschenkt) deuten aber an, dass noch mehr drin ist.
Das Einstoßen für den Kugelstoß lief sehr gut, dort habe ich die 40 Fuß Marke (12,20m) getroffen. Allerdings war der Wettkampf recht wackelig, 10,56m im ersten Versuch sowie ein ungültiger zweiter Versuch machten mich etwas nervös. Im dritten landete die Kugel bei 11,41m und ich konnte den Versuch gerade so halten und musste mit einer Standwaage ausbalancieren. Ich hätte nie gedacht, dass mir nach dem Kugelstoßen der Oberschenkelbeuger weh tun könnte.
Im Hochsprung lief es bis 1,83m sehr gut, ich konnte alle Höhen im ersten Versuch meistern. Im ersten Versuch über 1,86m löste ich meine Brückenhaltung etwas zu zeitig auf, während mir bei den weiteren beiden Sprüngen mein Kopf einen Streich gespielt hat und meinen Anlauf eigenständig veränderte.
Insgesamt war der erste Tag dennoch gelungen, im Mehrkampf klappt ja nicht immer alles hundertprozentig. Mit 2693 Punkten lag ich auf Platz 5, eine gute Ausgangsposition für den nächsten Tag. Allerdings waren die ersten 3 Plätze schon über 150 Punkte entfernt und zwischen 4 und 8 lagen gerade mal 39 Punkte!
Nach einem Eisbad nach dem Auslaufen waren die Muskeln auch wieder frisch für den nächsten Tag. Dort ging es 8.00 Uhr mit den 60m Hürden los, das bedeutete Aufstehen um 5.15 Uhr!
Dennnoch war ich nicht schlecht unterwegs mit 8,50s und der drittschnellsten Zeit im Feld, allerdings hab ich auch einige Hürden touchiert.
Dann kam der Stabhochsprung, auf den ich mich am meisten gefreut habe! Die Einstiegshöhe von 3,70m sollte noch kein Problem darstellen, von 3,90m über 4,00m, 4,10m, 4,20m konnte ich alles im ersten Versuch bewältigen. Bei 4,20m hat aber die Latte auch das erste Mal gewackelt. Meine vorherige Bestleistung von 4,05m war da aber schon längst Geschichte! Bei 4,30m bin ich nach dem ersten Versuch auf den nächsthärteren Stab umgestiegen (4,90m, 79kg), an den ich mich erstmal wieder gewöhnen musste im zweiten Versuch. Im dritten hat es dann allerdings geklappt und mit leichten touchieren blieb die Latte oben!!! Jappa dappa duu! :)
Bei 4,40m dann das gleiche Spiel. Durch meinen weiter verbesserten Take-off wurde auch dieser Stab zu weich und Coach Dave Nielsen schickte mich auf den 82kg Stab. Beim zweiten und dritten Versuch hätte ich es beinahe geschafft, aber die 4,40m sind jetzt ein Ziel für den nächsten Wettkampf! 4,30m bedeuteten 702 Punkte, ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so viele Punkte im Stabhochsprung erzielen könnte, habe ich doch bis vor eineinhalb Jahren nie mehr als 350 Punkte erreicht mit Höhen um 3m!
Inoffiziell sind 4,30m auch Vogtlandrekord, allerdings zählt für diesen nur eine Freiluftleistung.
Vor den 1000m lag ich nunmehr auf Platz 4, allerdings mit dem besten 1000m Läufer und Freund von mir, Logan Henderson, im Nacken. Bei den vergangenen Mehrkämpfen hat er mir auf den 1000m jeweils 12 Sekunden und etwa 140 Punkte abgenommen. Mein Vorsprung betrug aber nur 134 Punkte...
Also musste ich mich ins Zeug legen. 3 Runden und 1/3 waren auf der 300m Rundbahn zu absolvieren und das auf 2135m Höhe, nocheinmal knapp 800m höher als Pocatello. Als Zielsetzung hatte ich mir wieder die 2:45min vorgenommen, und hoffte dass Logan nicht zu sehr enteilte. Bei der 400m Zwischenzeit lag ich zwar schon 20m hinter ihm, allerdings sicher auf Platz 2 im Rennen und mit 63s sehr gut dabei. Bei 700m musste ich mich dann eines Angriffs von hinten erwehren, der aber günstigerweise mit meinem Endspurt zusammenfiel. Zusammen mit dem letzenendes drittplatzierten Kersee Lind von Eastern Washington habe ich eine schnelle letzte Runde hingelegt und bin nach 2:44,20min ins Ziel gekommen. Das bedeutete wieder Bestleistung, und dass in der Höhe! Logan rannte 2:36min, und hatte demzufolge nicht genügend Vorsprung herauslaufen können, um mich noch abzufangen.
Mit 5082 Punkten stand Platz 4 zu Buche, 150 Punkte hinter Kersee und 40 Punkte vor Logan. Als Viertplatzierter erhielt ich 5 Punkte für unser Team. (1. Platz - 10, dann 8,6,5,4,3,2,1 Punkte bis zum 8. Platz).
Der Sieger des Wettkampfes hatte allerdings ein anderes Niveau als ich. Platz 1 ging mit 5731 Punkten an Asa Staven von Montana State, der damit in der US Bestenliste auf Platz 13 steht.
Die 1000m waren 11.05 Uhr angesetzt, allerdings der Dreisprung 11.00 Uhr. Das war für Logan und mich etwas unglücklich. Logan, der in der ersten Riege den Vorkampf absolvieren musste, stand schon 3 Minuten nach den 1000m am Anlauf zum Dreisprung. Durch meine bessere Vorleistung war ich in der zweiten Riege eingeordnet und konnte daher mich 20 Minuten länger auf den Wettkampf vorbereiten, sodass ich dann nicht unbedingt frisch, aber immerhin nicht vollkommen ausgepumpt antreten konnte.
Im ersten Sprung hab ich dann gleich 13,86m hingelegt, was so kurz nach den 1000m nicht schlecht war. Nach dem Vorkampf lag ich damit auf Rang 4, Logan hat es leider nicht in den Endkampf geschafft. Dort sind dann allerdings noch 3 Teilnehmer wenige Zentimeter weitergesprungen. Ich kam noch einmal auf 13,82m und 13,78m, konnte aber keinen mehr verdrängen, sodass ich 7. wurde. Das brachte mir immerhin noch 2 Punkte für unser Team.
ISU ist bei den Frauen und den Männern 6. von 9 Teams geworden in der Conference. Bei den Männern konnte ich nach unserem Stabhochsprungsieger (10 Punkte) die zweitmeisten Punkte beisteuern.
Nach dem Ende des Wettkampfes starteten wir gegen 17 Uhr gen Heimat, 4.30 am Morgen waren wir da. Schlaf hab ich im Bus leider nicht viel gefunden, aber danach gings erstmal ins bequeme Bettchen bis um 1.
Jetzt haben wir erstmal zwei Wochen Wettkampfpause, vielleicht kann ich nochmal Skifahren gehen. Für Dienstag ist Schnee angekündigt. Am 15./16.3. steht dann der erste Freiluftwettkampf an, Zehnkampf in Los Angeles.
Chrisi
Die Meisterschaften in Flagstaff, Arizona brachten eine neue Siebenkampfbestleistung mit 5082 Punkten sowie Platz 4 und einen 7. Platz im Dreisprung mit 13,86m.
Für den Wettkampf sind wir schon am Mittwoch gegen Mittag losgefahren, denn die Northern Arizona University (NAU) ist nicht gerade nahe Pocatello, sondern fast einmal vom Norden der USA in den Süden! So sind wir am Mittwoch 9h gefahren bis Page, Arizona und am Donnerstag nochmal 2,5h bis Flagstaff. Dort sind wir am Grand Canyon vorbeigekommen, aber mehr als entfernte Bilder aus dem Bus kann ich euch leider nicht anbieten.
| Grand Canyon von oben |
Sobald wir in unser Hotel eingecheckt haben, ging es zum auflockern und akklimatisieren in den Walk Up Sky Dome der NAU, wo wir ganz kurz mal alles probiert haben, insbesondere ein bisschen Hürdentraining und ein paar kurze Stabhochsprünge. Am nächsten Morgen ging es für die Mehrkämpfer zeitig los, Beginn war 9.15. Das Starterfeld von 12 Teilnehmern bestand aus 5 ISU Athleten, 3 Montana State Sportlern, 3 Startern von der Eastern Washington University, sowie einem Teilnehmer von Sacramento State.
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| Walk Up Sky Dome |
Der Weitsprung danach lief gut, 6,71m im zweiten Versuch (mit mehr als 20cm verschenkt) deuten aber an, dass noch mehr drin ist.
Das Einstoßen für den Kugelstoß lief sehr gut, dort habe ich die 40 Fuß Marke (12,20m) getroffen. Allerdings war der Wettkampf recht wackelig, 10,56m im ersten Versuch sowie ein ungültiger zweiter Versuch machten mich etwas nervös. Im dritten landete die Kugel bei 11,41m und ich konnte den Versuch gerade so halten und musste mit einer Standwaage ausbalancieren. Ich hätte nie gedacht, dass mir nach dem Kugelstoßen der Oberschenkelbeuger weh tun könnte.
Im Hochsprung lief es bis 1,83m sehr gut, ich konnte alle Höhen im ersten Versuch meistern. Im ersten Versuch über 1,86m löste ich meine Brückenhaltung etwas zu zeitig auf, während mir bei den weiteren beiden Sprüngen mein Kopf einen Streich gespielt hat und meinen Anlauf eigenständig veränderte.
Insgesamt war der erste Tag dennoch gelungen, im Mehrkampf klappt ja nicht immer alles hundertprozentig. Mit 2693 Punkten lag ich auf Platz 5, eine gute Ausgangsposition für den nächsten Tag. Allerdings waren die ersten 3 Plätze schon über 150 Punkte entfernt und zwischen 4 und 8 lagen gerade mal 39 Punkte!
Nach einem Eisbad nach dem Auslaufen waren die Muskeln auch wieder frisch für den nächsten Tag. Dort ging es 8.00 Uhr mit den 60m Hürden los, das bedeutete Aufstehen um 5.15 Uhr!
Dennnoch war ich nicht schlecht unterwegs mit 8,50s und der drittschnellsten Zeit im Feld, allerdings hab ich auch einige Hürden touchiert.
Dann kam der Stabhochsprung, auf den ich mich am meisten gefreut habe! Die Einstiegshöhe von 3,70m sollte noch kein Problem darstellen, von 3,90m über 4,00m, 4,10m, 4,20m konnte ich alles im ersten Versuch bewältigen. Bei 4,20m hat aber die Latte auch das erste Mal gewackelt. Meine vorherige Bestleistung von 4,05m war da aber schon längst Geschichte! Bei 4,30m bin ich nach dem ersten Versuch auf den nächsthärteren Stab umgestiegen (4,90m, 79kg), an den ich mich erstmal wieder gewöhnen musste im zweiten Versuch. Im dritten hat es dann allerdings geklappt und mit leichten touchieren blieb die Latte oben!!! Jappa dappa duu! :)
Bei 4,40m dann das gleiche Spiel. Durch meinen weiter verbesserten Take-off wurde auch dieser Stab zu weich und Coach Dave Nielsen schickte mich auf den 82kg Stab. Beim zweiten und dritten Versuch hätte ich es beinahe geschafft, aber die 4,40m sind jetzt ein Ziel für den nächsten Wettkampf! 4,30m bedeuteten 702 Punkte, ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so viele Punkte im Stabhochsprung erzielen könnte, habe ich doch bis vor eineinhalb Jahren nie mehr als 350 Punkte erreicht mit Höhen um 3m!
Inoffiziell sind 4,30m auch Vogtlandrekord, allerdings zählt für diesen nur eine Freiluftleistung.
Vor den 1000m lag ich nunmehr auf Platz 4, allerdings mit dem besten 1000m Läufer und Freund von mir, Logan Henderson, im Nacken. Bei den vergangenen Mehrkämpfen hat er mir auf den 1000m jeweils 12 Sekunden und etwa 140 Punkte abgenommen. Mein Vorsprung betrug aber nur 134 Punkte...
Also musste ich mich ins Zeug legen. 3 Runden und 1/3 waren auf der 300m Rundbahn zu absolvieren und das auf 2135m Höhe, nocheinmal knapp 800m höher als Pocatello. Als Zielsetzung hatte ich mir wieder die 2:45min vorgenommen, und hoffte dass Logan nicht zu sehr enteilte. Bei der 400m Zwischenzeit lag ich zwar schon 20m hinter ihm, allerdings sicher auf Platz 2 im Rennen und mit 63s sehr gut dabei. Bei 700m musste ich mich dann eines Angriffs von hinten erwehren, der aber günstigerweise mit meinem Endspurt zusammenfiel. Zusammen mit dem letzenendes drittplatzierten Kersee Lind von Eastern Washington habe ich eine schnelle letzte Runde hingelegt und bin nach 2:44,20min ins Ziel gekommen. Das bedeutete wieder Bestleistung, und dass in der Höhe! Logan rannte 2:36min, und hatte demzufolge nicht genügend Vorsprung herauslaufen können, um mich noch abzufangen.
Mit 5082 Punkten stand Platz 4 zu Buche, 150 Punkte hinter Kersee und 40 Punkte vor Logan. Als Viertplatzierter erhielt ich 5 Punkte für unser Team. (1. Platz - 10, dann 8,6,5,4,3,2,1 Punkte bis zum 8. Platz).
Der Sieger des Wettkampfes hatte allerdings ein anderes Niveau als ich. Platz 1 ging mit 5731 Punkten an Asa Staven von Montana State, der damit in der US Bestenliste auf Platz 13 steht.
Die 1000m waren 11.05 Uhr angesetzt, allerdings der Dreisprung 11.00 Uhr. Das war für Logan und mich etwas unglücklich. Logan, der in der ersten Riege den Vorkampf absolvieren musste, stand schon 3 Minuten nach den 1000m am Anlauf zum Dreisprung. Durch meine bessere Vorleistung war ich in der zweiten Riege eingeordnet und konnte daher mich 20 Minuten länger auf den Wettkampf vorbereiten, sodass ich dann nicht unbedingt frisch, aber immerhin nicht vollkommen ausgepumpt antreten konnte.
Im ersten Sprung hab ich dann gleich 13,86m hingelegt, was so kurz nach den 1000m nicht schlecht war. Nach dem Vorkampf lag ich damit auf Rang 4, Logan hat es leider nicht in den Endkampf geschafft. Dort sind dann allerdings noch 3 Teilnehmer wenige Zentimeter weitergesprungen. Ich kam noch einmal auf 13,82m und 13,78m, konnte aber keinen mehr verdrängen, sodass ich 7. wurde. Das brachte mir immerhin noch 2 Punkte für unser Team.
ISU ist bei den Frauen und den Männern 6. von 9 Teams geworden in der Conference. Bei den Männern konnte ich nach unserem Stabhochsprungsieger (10 Punkte) die zweitmeisten Punkte beisteuern.
Nach dem Ende des Wettkampfes starteten wir gegen 17 Uhr gen Heimat, 4.30 am Morgen waren wir da. Schlaf hab ich im Bus leider nicht viel gefunden, aber danach gings erstmal ins bequeme Bettchen bis um 1.
Jetzt haben wir erstmal zwei Wochen Wettkampfpause, vielleicht kann ich nochmal Skifahren gehen. Für Dienstag ist Schnee angekündigt. Am 15./16.3. steht dann der erste Freiluftwettkampf an, Zehnkampf in Los Angeles.
Chrisi






