Nach zwei Wochen ohne herumreisen gibts mal wieder das neueste aus den Staaten.
Nach dem Oktoberfest ging das Training in die nächsthärtere Phase, von der nun schon 2 Wochen überstanden sind mit vielen 300m Läufen, Mini - Ausdauerrunden (6x ca. 600m auf Rasen mit anschließenden Berganläufen) und mehreren längeren Läufen, aber auch Sprungkraftkreisen.
Mittwoch stand zum zweiten (und letzten) Mal der Kenya Lauf an: 200-300m lang, 80-100m hoch....und das so schnell wie's geht. Ich konnte meine Bestzeit um 17s auf 1:56min verbessern, musste danach allerdings 2 Tage lang husten. So tief hatte ich anscheinend lang nicht mehr durchgeatmet und das bei 7°C draußen! Fast alle Leichtathleten klagten danach über den Kenya - Husten...
Mit meiner Zeit war ich dieses Mal ziemlich gut dabei, auf Platz 7 von ca. 50 Läufern!
Ich versuche euch mal den Lauf zu beschreiben:
Der Start fühlt sich ziemlich gut an, jeder versucht so schnell wie möglich den sich um Büsche windenden Pfad hinaufzurennen. Ab etwa der Mitte der Strecke fällt das Rennen schwerer, die ersten fangen an zu gehen. Das Problem ist, der Hang wird von Meter zu Meter steiler, die Oberschenkel fangen an zu brennen, jetzt wird versucht mit den Händen die Oberschenkel zu unterstützen. Um die Läufer aufzubauen, geht der Untergrund von anfänglichem Buschwerk und Flechten dann über in Sand, sodass man auch noch rutscht. Falls man es über den nächsten Felsen schafft (meist unter Einsatz des Vierfüßlergangs), und einmal aufblickt, kann man dann aber neuen Mut schöpfen, der Gipfel ist nur noch ca. 40m entfernt! Leider aber der Hang genauso steil, während teilweise Geröll das Laufen nicht einfacher macht. Und auch zum Aufblicken muss man sich zwingen, erscheint es doch viel verlockender einfach weiter zu krabbeln...Am letzten Kegel vor dem Ziel dringen dann das erste Mal wieder Anfeuerungsrufe bis zum Gehirn vor, 1:45min tickt die aktuelle Zeit, das Ziel unter 2min zu bleiben treibt mich an. Noch 15m über Steinblöcke laufen, mit viel Ehrgeiz schaffe ich es sogar wieder meine Füße leicht vom Boden abzuheben und in einen nunja...sagen wir annäherungsweisen Laufschritt überzugehen und mit letzter Kraft das Ziel zu erreichen. Ziel durchqueren kann man nicht sagen, weil niemand sich freiwillig einen Meter weiter bewegt, als bis zur Ziellinie! Die Ziellinie hab ich erst wieder freigemacht, als der nächste Läufer ankam und meine Muskeln wieder etwas Sauerstoff abbekommen hatten!
Auf dem Gipfel sind dann alle erst einmal für eine Weile wie Zombies rumgelaufen, die Oberschenkel sind nach Kenya einfach breit! Der Abstieg ist auch nicht unbedingt das tollste, da doch die Oberschenkel schon wieder arbeiten müssen, diesmal aber um zu bremsen.
Vergangenes Wochenende war in Pocatello eine Ski - Börse. Für 2 Dollar Eintritt (oder 10$ wenn man eher rein wollte) gabs dort allerhand günstiges Skimaterial und auch Skikleidung zu erwerben. Ich bin überraschenderweise über ein paar sehr günstige Ski für 99$ gestolpert...und als es dazu dann auch noch noch günstigere Stiefel und Stöcke gab, konnte ich dem Angebot nicht mehr widerstehen und hab mich entschlossen, diesen Winter auf jeden Fall Skifahren zu gehen! Für umgerechnet 125 € eine komplette (noch unbenutzte, bis auf die Stöcken) Skiausrüstung zu bekommen, hätte ich nicht erwartet, also hab ich zugeschlagen und warte jetzt auf die ersten größeren Schneemengen! :)
Eine Skihose und Mütze hab ich auch noch gefunden, sodass die Rechnung dann nicht mehr so überzeugend aussah, aber die Skihose hätte ich in jedem Fall gebraucht, wenn ich hier im Winter mal irgendwo durch den Tiefschnee hupfen will!
Und siehe da, nicht eine Woche später fällt schon der erste Schnee. Freitag Nachmittag ging das Schneegestöber los und brachte uns erstmal 3-4cm Neuschnee, der gleich in einen Schneemann umgewandelt wurde. Die Temperaturen waren ja schon länger (zumindest nachts) im Schneefallbereich, nun kam auch mal die in Idaho oft mangelnde Feuchtigkeit dazu.
Aufgrund der Temperaturen von bis zu -10°C nachts haben sich vergangene Woche auch die letzten Blätter an den Laubbäumen verabschiedet. Das ging von einem Tag auf den anderen. Als ich nach der kältesten Nacht früh um 9 zur Uni gegangen bin, leuchteten die Bäume vor dem Rendezvous-Building in allen Farben, als ich jedoch gegen 13 Uhr wiederkam, gab es nur noch einen großen Laubhaufen und nun leider farblose Bäume zu sehen.
Vergangenen Montag war auch Halloween in den USA, da waren wirklich 80% der Leute verkleidet, das würde in Deutschland nicht mal zum Fasching passieren...!
Auf der Leichtathletik Halloween Party hab ich auch ein paar schöne Kostüme angetroffen, ich selbst war als Stormtrouper aus Star Wars verkleidet und hab gemeinsam mit Jacob und Cade eine Gruppen"Performance" gemacht.
Diese Woche stand die Kurswahl für das kommende Semester an. Als Sportler hat man hier prioritäre Kurswahl eine Woche vor dem Rest und man bekommt auch einen Credit (entspricht einer Wochenstunde, ist zwar nicht wirklich viel aber besser als nix!) dafür. Nächstes Semester hab ich dann also drei Informatik Kurse (ein bisschen in die Richtung Internet Programmierung mit Web Development und Netzwerksystemen), einen Geschichtskurs (Amerikanische Geschichte und Kultur) und einen Leichtathletik Coaching Kurs mit meinem Chefcoach Dave Nielsen. Das witzige daran ist, dass wir dafür wahrscheinlich ein DDR Trainingsbuch verwenden, hat er mir erzählt! ;)
Soweit das neueste aus dem Amiland! Bis zum nächsten Mal!
Christoph
Nach dem Oktoberfest ging das Training in die nächsthärtere Phase, von der nun schon 2 Wochen überstanden sind mit vielen 300m Läufen, Mini - Ausdauerrunden (6x ca. 600m auf Rasen mit anschließenden Berganläufen) und mehreren längeren Läufen, aber auch Sprungkraftkreisen.
Mittwoch stand zum zweiten (und letzten) Mal der Kenya Lauf an: 200-300m lang, 80-100m hoch....und das so schnell wie's geht. Ich konnte meine Bestzeit um 17s auf 1:56min verbessern, musste danach allerdings 2 Tage lang husten. So tief hatte ich anscheinend lang nicht mehr durchgeatmet und das bei 7°C draußen! Fast alle Leichtathleten klagten danach über den Kenya - Husten...
Mit meiner Zeit war ich dieses Mal ziemlich gut dabei, auf Platz 7 von ca. 50 Läufern!
Ich versuche euch mal den Lauf zu beschreiben:
Der Start fühlt sich ziemlich gut an, jeder versucht so schnell wie möglich den sich um Büsche windenden Pfad hinaufzurennen. Ab etwa der Mitte der Strecke fällt das Rennen schwerer, die ersten fangen an zu gehen. Das Problem ist, der Hang wird von Meter zu Meter steiler, die Oberschenkel fangen an zu brennen, jetzt wird versucht mit den Händen die Oberschenkel zu unterstützen. Um die Läufer aufzubauen, geht der Untergrund von anfänglichem Buschwerk und Flechten dann über in Sand, sodass man auch noch rutscht. Falls man es über den nächsten Felsen schafft (meist unter Einsatz des Vierfüßlergangs), und einmal aufblickt, kann man dann aber neuen Mut schöpfen, der Gipfel ist nur noch ca. 40m entfernt! Leider aber der Hang genauso steil, während teilweise Geröll das Laufen nicht einfacher macht. Und auch zum Aufblicken muss man sich zwingen, erscheint es doch viel verlockender einfach weiter zu krabbeln...Am letzten Kegel vor dem Ziel dringen dann das erste Mal wieder Anfeuerungsrufe bis zum Gehirn vor, 1:45min tickt die aktuelle Zeit, das Ziel unter 2min zu bleiben treibt mich an. Noch 15m über Steinblöcke laufen, mit viel Ehrgeiz schaffe ich es sogar wieder meine Füße leicht vom Boden abzuheben und in einen nunja...sagen wir annäherungsweisen Laufschritt überzugehen und mit letzter Kraft das Ziel zu erreichen. Ziel durchqueren kann man nicht sagen, weil niemand sich freiwillig einen Meter weiter bewegt, als bis zur Ziellinie! Die Ziellinie hab ich erst wieder freigemacht, als der nächste Läufer ankam und meine Muskeln wieder etwas Sauerstoff abbekommen hatten!
Auf dem Gipfel sind dann alle erst einmal für eine Weile wie Zombies rumgelaufen, die Oberschenkel sind nach Kenya einfach breit! Der Abstieg ist auch nicht unbedingt das tollste, da doch die Oberschenkel schon wieder arbeiten müssen, diesmal aber um zu bremsen.
Vergangenes Wochenende war in Pocatello eine Ski - Börse. Für 2 Dollar Eintritt (oder 10$ wenn man eher rein wollte) gabs dort allerhand günstiges Skimaterial und auch Skikleidung zu erwerben. Ich bin überraschenderweise über ein paar sehr günstige Ski für 99$ gestolpert...und als es dazu dann auch noch noch günstigere Stiefel und Stöcke gab, konnte ich dem Angebot nicht mehr widerstehen und hab mich entschlossen, diesen Winter auf jeden Fall Skifahren zu gehen! Für umgerechnet 125 € eine komplette (noch unbenutzte, bis auf die Stöcken) Skiausrüstung zu bekommen, hätte ich nicht erwartet, also hab ich zugeschlagen und warte jetzt auf die ersten größeren Schneemengen! :)
Eine Skihose und Mütze hab ich auch noch gefunden, sodass die Rechnung dann nicht mehr so überzeugend aussah, aber die Skihose hätte ich in jedem Fall gebraucht, wenn ich hier im Winter mal irgendwo durch den Tiefschnee hupfen will!
Und siehe da, nicht eine Woche später fällt schon der erste Schnee. Freitag Nachmittag ging das Schneegestöber los und brachte uns erstmal 3-4cm Neuschnee, der gleich in einen Schneemann umgewandelt wurde. Die Temperaturen waren ja schon länger (zumindest nachts) im Schneefallbereich, nun kam auch mal die in Idaho oft mangelnde Feuchtigkeit dazu.
Aufgrund der Temperaturen von bis zu -10°C nachts haben sich vergangene Woche auch die letzten Blätter an den Laubbäumen verabschiedet. Das ging von einem Tag auf den anderen. Als ich nach der kältesten Nacht früh um 9 zur Uni gegangen bin, leuchteten die Bäume vor dem Rendezvous-Building in allen Farben, als ich jedoch gegen 13 Uhr wiederkam, gab es nur noch einen großen Laubhaufen und nun leider farblose Bäume zu sehen.
Vergangenen Montag war auch Halloween in den USA, da waren wirklich 80% der Leute verkleidet, das würde in Deutschland nicht mal zum Fasching passieren...!
Auf der Leichtathletik Halloween Party hab ich auch ein paar schöne Kostüme angetroffen, ich selbst war als Stormtrouper aus Star Wars verkleidet und hab gemeinsam mit Jacob und Cade eine Gruppen"Performance" gemacht.
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| Trunk or Treat mit dem Leichtathletik Team |
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| Einmarsch von Darth Vader mit seinen Stormtroupern |
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| Ghostbuster, Id-a-hoe, und Bee-Alarm Derek, Tiffany, Clint und Sam |
| kleines Kätzchen Trevor |
| Stormtrouper in meinem Zimmer |
Soweit das neueste aus dem Amiland! Bis zum nächsten Mal!
Christoph




Hallo Christoph, hier ist der Frank Sommer.
AntwortenLöschenIch habe mit großem Interesse in der Tagespresse von Deinem hervorragenden Ergebnis im Mehrkampf gelesen. Nachdem wir heute kurz mit Deinen Vater bei den Bezirksmeisterschaften über Dich gesprochen haben, hat er mir Deine Blogadresse zugesendet.
Wir werden Deine Erlebnisse mit großem Interesse weiter verfolgen und wünschen Dir noch viel Spass. VG Frank
Danke, Frank!
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