Vergangenes Wochenende ging es zur Rafting Tour auf dem Snake River. Wieder über das Outdoor Adventure Center der Uni organisiert starteten wir Sonnabend früh 7.30, wie meistens bei solchen Touren mit halber Stunde Verspätung, in Richtung Grand Teton Nationalpark. Wenige Kilometer oberhalb des Palisades Reservoir errichteten wir dann zunächst unsere Zeltstadt, bevor es weiter flussaufwärts zum Boote ausladen und aufpumpen ging.
Nachdem alles vorbereitet war fuhr unsere Chefin den Van wieder zu den zelten und trampte zurück zum Rafting Startort. Nach kurzer Belehrung durften wir dann lospaddeln, ich durfte zusammen mit 4 Nepalesen und Dana, der Uni-Betreuerin, das Boot auf Kurs halten...zumindest haben wirs versucht!
Die Nepalesen haben es aber immer wieder geschafft, dass wir einfach auf dem Fluss gekreiselt sind!
Die erste Tagestour verlief in etwas ruhigeren Gewässern zum üben, nass geworden sind wir dank Wasserschlachten trotzdem. (das gehörte auch mit zum Unterricht;))
Nachdem wir dann gegen 4 am Nachmittag wieder auf dem Campingplatz angelangt sind, war Entspannung angesagt... mein Versuch zum lesen von Harry Potter 6 auf Englisch ist wegen Müdigkeit nach wenigen Seiten gescheitert...
Im Camping Stuhl war schlafen aber auch nicht wirklich bequem, also hab ich mich ins Zelt verkrochen und bisschen Schlaf nachgeholt. Komischerweise hatte ich in der Nacht zuvor wieder nur 4h geschafft...;)
Pünktlich zum Abendbrot mit Enchiladas war ich wieder wach und es hat sich gelohnt! Das war köstlich!
Danach saßen wir noch bis Mitternacht am Feuer (am Snake River wurde es zum Glück nicht ganz so schnell kalt wie am Jackson Lake!) und betrieben kulturellen Austausch zwischen 4 Nepalesen, 2 Deutschen (von 3 an der ISU, Wladimir war mit), einer mit Amerikaner verheirateten Schwedin und 5 Amerikanern....
| Das Lagerfeuer ging gerade aus... |
Nach Rast mit Burridos zum Mittag fuhren wir wieder bis nachmittags auf dem Snake River und genossen dann noch ein, wenn auch recht kurzes, Bad im maximal 15°C warmen Wasser!
| Die schoenste Aussicht des Wochenendes |
| Am Steuer mit Dana |
Auf der Heimfahrt konnte ich noch eine USA Karte erstehen, worauf nun meine Reiseplanung für die unifreien Zeiten erfolgt. Außerdem gabs noch eine Kugel quadratisches Eis, wieder mal vom Format entsprechend 4 deutschen Kugeln, an der ich mindestens eine halbe Stunde zu knabbern hatte!
Wieder in Pocatello angelangt, waren wir sogar pünktlich genug, um noch in der Mensa zu abend essen zu können (schließt halb 8)...ach wie hab ich das Chicken vermisst, das gibts mindestens 15 pro Woche als Mensahauptgericht!
Achja, mehr Bilder zum Rafting gibts hier: Rafting Bilder
Nun stand die nächste Woche bevor...und der Auftakt des offiziellen Trainings! Bisher war alles nur freiwillig und aus Spaß an der Freude, ab Montag wurde es ernst.
Wegen Gewitters ging es gleich in den Kraftraum und dort mit 70 Leuten in etwa 5er Gruppen gleichzeitig unter die Hantelstange: Kniebeugen, Reißen, Bankdrücken, Klimmzüge und etliche Variationen derselben Übungen standen auf dem Plan, natürlich mit ordentlich Pfunden auf den Schultern!!!
Nach dem eigentichen Kraftprogramm mit Gewichten stand noch Bauchmuskeltraining auf dem Programm...
ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie es mir danach ging, besonders am nächsten Tag. Alle Leichtathleten die ich hier kenne und im Laufe der Woche immer wieder getroffen habe, zeigten seltsame Bewegungsformen, insbesondere wenn es ums Treppensteigen und hinsetzen ging!
Dienstags stand dann ein leichteres Programm an...was sich allerdings mit ordentlichem Muskelkater nicht wirklich leichter angefühlt hat! Treppensprünge, Steigesprünge und einige Hürdenkoordinationsübungen mit schweren Beinen...
Mittwoch war der bisher härteste Tag! Auf den immer noch andauernden Muskelkater gab es 1h Koordination und Sprints im Stadion, wieder 1,5h Krafttraining mit Gewichten und nach einem mickrigen Abendbrot (bestehend aus einer viertel Schüssel Kornflakes trocken, 1 Muffin und 4 Pflaumen) noch eine Stunde Turnen. Obwohl körperlich schon am Ende hat der Spaß an der Bewegung beim Turnen wieder neue Kräfte freigesetzt. Nach einigen Bodenturnübungen mit Rädern, Handständen und Rondats hieß es dann: Jeder 10 Rückwärtssaltos! Zum Glück gibt es auch eine schöne Schaumstoffgrube wo ich diesen erstmal üben konnte. Danach wurden alle Geräte getestet, verschiedene Übungen an den Ringen, eine versuchte Kippe am Reck und Barren sowie einige Trampolinexperimente später hatten wir unser Tagesprogramm geschafft und waren selbst alle platt. (Außer die Blasen an den Händen, die waren eher huckelig bzw,. offen!)
Dass hier niemand denkt, ich mache nur Sport...bis Montag muss ich einen Essay auf Englisch schreiben. Immer wenn ich mal eine Stunde entbehren konnte bzw. eher wollte, wurde etwas hinzugefügt sodass ich heute mit knapp 2000 Wörtern endlich fertig geworden bin. Jetzt lass ich noch ein paar Amis Korrektur lesen und dann bin ich abgabebereit.
Aber nun wieder zu den wichtigen Dingen, es stand ja weiterhin tägliches Training auf dem Plan. Die erste Konditionierungsphase soll über 2 Wochen gehen mit 3 Mal in der Woche Krafttraining und 1-2 mal Turnen sowie 2 Mal Leichtathletik im eigentlichen Sinne auf dem Davis Field.
Donnerstag war der entspannteste Trainingstag...nur 2km durch die Berge einlaufen und dann 4 Berganläufe! Das hat zur Abwechslung richtig Spaß gemacht und danach hab ich mich auch wieder einigermaßen gut gefühlt. Abends ging es dann noch mit Freunden in die Sporthalle, wo wir uns im Tennis und Tischtennis versucht haben...um die Glieder ein bisschen auszuschütteln!:)
Freitag wieder Kraft, es tut zwar weiterhin weh, aber die Muskelkater-Nachwirkungen werden von Tag zu Tag geringer. Tatsächlich konnte ich schon wieder schmerzfrei gehen...allerdings kein schnelles gehen, da protestierten schon wieder die Muskeln.
Samstag fand ich nach einer weiteren Turnstunde mit unzähligen Vor- und Rückwärtssaltis (diesmal auch auf Matten und nicht mehr in die Grube, allerdings auch vielen Trampolinsprüngen!) sowieso einer Stunde Stabhochsprung mit entscheidenden Fortschritten auch mal die Zeit, ein Footballspiel anzuschauen.
Die ISU gewann 50-20 gegen die Northern Colorado University, allerdings hat das ganze auch 3h gedauert!
| Football Eröffnung |
Nach der Fertigstellung meines Essays hab ich hier dann das erste Mal eine Gitarre von Freunden ausgeliehen und versucht, mich ein bisschen abzuspannen. Am Ende war das schreiben doch ganz schön schwer!
Heute geht es mit ca. 10 Leuten zur Besichtigung einer Höhle mit anschließendem Grillen bei einer Freundin in Aberdeen (45min von Pocatello).
Bilder zum Blog folgen noch, wer auf die Uhrzeit schaut, bei mir ists nachts um 2 und ich muss heute früh raus!
Also bis zum nächsten Mal!
Christoph
Schöner Eintrag!!! Vielleicht sehen wir uns wieder mal im Video Chat.... kannst ja mal ein Burrito (mit T)- Rezept besorgen, an die Zutaten kommen wir hier bestimmt auch ran ;-)
AntwortenLöschenIst nicht zu viel davon... oder trainier einfach noch mehr ;-) Das dortige Mensa-Essen ist ja auch nicht gerade Fettfrei ;)
lg
Danke! Die Bilder sind jetzt auch da:)
AntwortenLöschenUm das Rezept kümmere ich mich...sah eigentlich ganz einfach aus, wir haben da nen Haufen zusammengemixt mit Salat und Roten Bohnen und Mais usw. und dann in die Burritos gehüllt. Oder willst du das Rezept der Burritos an sich?
nö, eher so was alles rein muss, was warm und was kalt?
AntwortenLöschenmacht ihr öfters videoanalysen? gehören die zum training? sieht gut aus der back-flip!
lg
So einen guten Flop hab ich von dir ja noch nie gesehen - wenn du das jetzt auch noch ohne Trampolin und mit einbeinigem Absprung hinbekommst, sollte mein Rekord doch gefährlich wackeln. ;-) Mach weiter so, aber merk dir immer ganz genau wo und wie du landen willst, schließlich weißt du ja , dass Kopflandungen nicht sonderlich angenehm sind. ;-)
AntwortenLöschenMFg Jonas